Der richtige Reisekoffer – Hartschale oder Weichschale?

Der richtige Reisekoffer – Hartschale oder Weichschale?

 “Jede Minute zählt, wenn das Gepäck der Passagiere vom Laderaum des Flugzeuges zum Ausgabeband befördert wird. Damit Taschen und Koffer nach der Landung möglichst schnell bei ihren Besitzern landen, muss eine komplexe Abfolge von Arbeitsschritten reibungslos funktionieren.” (Quelle: Webseite des Flughafen München)

Wer schon einmal miterlebt wie so ein armer, kleiner Reisekoffer vom Bodenpersonal an den Flughäfen weltweit herumgeschubst wird, der weiß ganz genau warum ein solches Gepäckstück besser möglichst stabil sein sollte. Zeit ist Geld, ganz besonders auf einem Flughafen. Da muß es schnell gehen, denn ein enger Zeitplan schränkt die Piloten der Maschine ein und auch das Gate soll möglichst bald wieder frei für den nächsten Flieger sein.

Koffer-Beladung-Flugzeug-FlughafenReisekoffer jeder Art werden daher auf vielen Flughäfen recht ruppig behandelt, denn nicht immer findet man ein solch gepäckschonendes Verfahren wie etwa am Flughafen München. Gerade in südlichen Urlaubsländern zählt da noch rohe Muskelkraft, denn Menschen sind billiger als Maschinen. Da wird dann eben mal schnell ein Koffer geworfen, herumgeschleudert, umgestoßen oder einfach fallen gelassen. Schnell reißen dabei Henkel ab oder es geht im inneren etwas zu Bruch. Alleine dieses Jahr sind mir zwei wirklich stabile und hochwertige Gepäckstücke stark beschädigt worden – beide übrigens auf der weiten Reise um den halben Globus nach Hawaii. Der große Reisekoffer wurde an der Rückseite eingerissen und der kleinere Hartschalenkoffer wurde einfach aufgebrochen, da er nur ein einfaches Zahlenschloß und kein TSA-Schloß hatte.

Ich frag mich immer noch, warum ein moderner Staat wie die USA einen einfachen Reisekoffer trotz hochentwickelter Röntgentechnik aufbrechen muß, nur um festzustellen, daß außer Kleidung und Schuhen nix drin ist. Das beigefügte “Entschuldigungsschreiben” klang eher wie ein Vorwurf, warum ich böser Urlauber kein vorschriftsmäßiges Schloß am Gepäckstück habe und daß die Homeland Security, im Namen der Terrorbekämpfung, alles darf ohne dafür Entschädigung zahlen zu müßen. Aber sei es drum…

Hartgepäck oder Weichgepäck?

Das ist hier die Frage und die stellt sich sowohl für den großen Reisekoffer, den man beim Check-in aufgibt, als auch für das Handgepäck in Form eines Kabinenkoffers, welchen man selbst ins Flugzeug mit nimmt. (Wohlgemerkt: Ein Kabinenkoffer – und nicht den kompletten Hausstand, den so mancher Passagier rücksichtslos ins Handgepäckfach stopft!)

Wer es etwas flexibler liebt, schwört auf Reisekoffer aus Softcase, also weiches Polyester oder Nylon als Obermaterial. Praktische, aufgenähte Taschen mit Reißverschluß machen so ein Reisegepäck zusätzlich aufnahmefähig,etwa für Dokumente oder was sonst noch schnell greifbar sein soll. Allerdings wird so ein weicher Koffer oft gedrückt und gequetscht, auch reißt er gerne einmal ein.

Absolut zu empfehlen sind daher Reisekoffer und Trolleys aus dem besonders leichtem und widerstandsfähigem Material Polycarbonat. Gerade bei langen Reisen zählt jedes Gramm, welches das Gepäckstück bereits ohne Inhalt weniger wiegt. Auch die Ausführung mit vier anstelle von zwei Rädern, ein sogenanntes Spinner-Modell mit frei schwenkbaren Rollen, erleichtert die Reise ungemein. Schmale Koffer, die man wie ein Hündchen an einem Band hinterher zieht kippen viel zu leicht um. Ein stabiler Teleskopgriff ist da wesentlich besser zu handhaben.

Mein nagelneuer Reisekoffer Marke TITAN X2 Shark Skin ist übrigens ein äußerst stabiler und angenehmer Reisebegleiter der Gattung Hardcase, da er sich ohne Widerstand auf seinen vier großen Rollen durch die Gegend chauffieren läßt, selbst auf unebenem Gelände. So stellt dieser Hardcase-Trolley selbst prall gefüllt keine große Last dar. Wichtig war mir für diesen neuen Reisekoffer neben dem leichten Transport und der robusten Verarbeitung vor allem das TSA-Schloß, welches der Zoll bei Bedarf zur Prüfung mit einem Nachschlüssel öffnen kann. So eine böse Überraschung wie nach der USA-Reise brauch ich da nicht mehr zu befürchten.

Vielen Dank an dieser Stelle an TITAN in Hamburg für das tolle, robuste Gepäckstück, das mich sicher noch auf vielen Reisen begleiten wird – Next stop: Mexiko – Arriba! Zwinkerndes Smiley

Anmerkung: Der im Artikel erwähnte Reisekoffer wurde freundlicherweise kostenlos von der Firma TITAN zur Verfügung gestellt.

Coole Tipps wie man den Koffer dann richtig packt gibt es übrigens hier:
http://blog.weg.de/wie-packe-ich-meinen-koffer-richtig/

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Written by fernweh

Hier schreibt Daniel Dorfer, der einzige Kreuzfahrt- und Reiseblogger auf dem Kreuzfahrt- und Reiseblog fernwehblog.net. Als hauptberuflicher DJ war er einige Zeit an Bord der AIDA-Flotte auf Kreuzfahrt und reist seither verstärkt durch diese Welt um darüber zu berichten.

17 Comments

  1. Reiseblog: Jahresrückblick 2013 und Vorschau auf 2014 - fernwehblog.net | fernwehblog.net · 30. Dezember 2013

    […] mit Muchosol, Starbucks und TITAN waren der erste Schritt zu guter Zusammenarbeit im Bereich PR, denn hier wäscht eine Hand die […]

  2. hermanski · 5. Januar 2014

    Also ich habe noch kein Hartschalenkoffer. Wenn ich die Koffer an der Gepäckausgabe sehe, schmutzig, verkratzt, teilweise mit Öl , Fett verschmiert weiss ich nicht was besser ist. Neuen oder alten, billigen oder teuren zerstören lassen? Beim Hartschalenkoffer kann man sich vielleicht noch am ehesten sicher fühlen, wer will schon im Urlaub auf dem Zimmer merken das etwas fehlt.

  3. Laura · 13. Januar 2014

    Ich reise immer mit einem Weichschalenkoffer bzw. -trolley und hatte bisher keinerlei Probleme. Bei Bekannten, die immer mit Hartschalenkoffern reisen, sieht das ganz anders aus. Die haben nach fast jedem Urlaub etwas zu reklamieren.
    In den USA muss man leider damit rechnen, dass verschlossene Koffer aufgebrochen werden…:(

  4. PaulWalker.de · 29. Januar 2014

    Leider wird auch von Seiten der Hersteller meiner Meinung nach Einiges getan, damit Koffer nicht mehr so lange halten, wie noch vor einigen Jahr(zehnt)en. Meine Oma hatte einen sehr stabilen Samsonite Koffer, den es zwar in der damaligen Ausführung heutzutage nicht mehr zu geben scheint – obwohl man das wirklich als HARDcase bezeichnen durfte – der aber selbst heute uns, Ihren Enkeln, noch gute Dienste leistet, ohne sich optisch oder physisch den rücksichtslosen Umgang des Gepäck-Personals anmerken zu lassen. Schade, daß solche robusten Koffer heute nicht mehr hergestellt werden, und man spätestens nach dem dritten längeren Flug zu einer erneuten Investition genötigt wird …

    • fernweh · 31. Januar 2014

      Da hst Du wohl leider Recht! Wenn ich da so an meine Kindheit zurück denke und wie oft wir die alten Kunstlederkoffer auf Reisen verwendet haben… oder ist man damals einfach pfleglicher mit dem Zeug umgegangen?

  5. Sabrina Grieger · 31. Januar 2014

    Hallo, vermutlich ist ein Hartschalen-Koffer die beste Möglichkeit, Reiseutensilien sicher zu transportieren. Sicherlich hat man doch einige Gegenstände im Gepäck, die nicht kaputt gehen sollten. Viele Grüße Sabrina Grieger

  6. Patrick Laabs · 18. Februar 2014

    Egal welcher Koffer, dass Band rings herum ist wichtig. Wir haben bei uns http://www.schoenefeld-parkplatz.de schon einige Kunden vom Flughafen abgeholt mit einem geplatzten Koffer.

    • fernweh · 18. Februar 2014

      So ein Kofferband oder Koffergurt ist auf jeden Fall hilfreich, auch um den Koffer auf dem Gepäckband schneller wieder zu finden.
      Einige Flughäfen weltweit bieten sogar den besonderen Service an den Reisekoffer in Folie einzuwickeln – natürlich gegen Gebühr… ;-)

  7. Stefan · 20. Februar 2014

    Für mich ist die Hartschale auch ganz klar der Favorit und dann als Trolley mit vier Rollen für bequemen Transport.

  8. Kreuzfahrt: 7 Tage AIDAaura in der Karibik - Reiseblog fernwehblog.net | Reiseblog fernwehblog.net · 2. März 2014

    […] Sonnenuntergang dieser einmaligen Reise und machten uns nach dem Abendessen daran unsere Reisekoffer wieder zu packen. Am nächsten Tag sollte das Schiff wieder in Montego Bay einlaufen und die […]

  9. Grado · 8. März 2014

    Eindeutig Hartschale. Viel praktischer und haltet einiges aus :-)

  10. Tina · 13. März 2014

    Wir haben einen Hartschalenkoffer und ich bin damit nicht zu 100% zufrieden, aber eine richtige Alternative haben wir auch noch nicht finden können.

  11. Leo · 14. März 2014

    Hallo fernweh,

    also ehrlich gesagt nehme ich im Flugzeug immer den Hartschallen Trolley, ist mir einfach sicherer allein weil ich weiß wie die in der Abfertigung damit umgehen, die teile fliegen ja bis zu 5 Metern und keiner kann mir sagen ob das ding nicht mal hinfällt. Was die Kratzer angeht, benutze ich immer Folie bevor ich das gute Stück aufgebe, dann sieht er auch nach dem Flug noch gut aus!

    Wenn ich mit Zug reise, nehme ich gerne meinen Lederkoffer, wahrscheinlich noch aus den zeiten von meinem Großvater, aber das Ding hält!

    schöne grüße asu dem sonnigen Südtirol!

    Leo

  12. Auto_Mark · 15. Mai 2014

    nach 10 Jahren Reiseerfahrung – ganz klar: Hartschale! :) aber nichts Billiges vom Supermarkt

  13. Cornelia Lohs · 13. Juli 2014

    Ich schwöre auf meinen Rimowa-Koffer. Er ist ultraleicht, man bringt viel darin unter und er rollt sich auf 4 Rädern fast von alleine.

  14. Lukas · 16. Juli 2014

    Hartschallenkoffer sind zum reisen viel besser geeignet! alleine schon wie die damit im Flugzeug umgehen! Einfach furchtbar!

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