Ausschiffung – der letzte Tag auf Kreuzfahrt

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Was Du bei der Ausschiffung vom Kreuzfahrtschiff tunlichst vermeiden solltest.

Begriffserklärung: Ausschiffung / ausschiffen

  1. jemanden / etwas von einem Schiff herunterbringen
  2. reflexiv: als Passagier ein Kreuzfahrtschiff verlassen, an Land gehen

Farewell! Es ist Dein letzter Tag an Bord – der sogenannte Ausschiffungstag (english: Disembarkation Day). Du hattest (hoffentlich) eine großartige Kreuzfahrt, also mach am letzten Tag nicht den Fehler, Dir das ganze tolle Erlebnis kaputt zu machen. Der falsch berechnete Posten auf der Abschlussrechnung oder vergessene Gegenstände auf der Kabine, aber auch ein grummelnd leerer Magen und schwere Koffer mit viel zu viel Inhalt trüben die Laune am letzten Tag auf Kreuzfahrt schnell. Wer diese typischen Fehler eines Kreuzfahrtneulings jedoch vermeidet, hat noch lange eine bleibend schöne Erinnerung an diese Kreuzfahrt. Dank diesem Kreuzfahrtblog und den Tipps vom Kreuzfahrtblogger bist Du zum Thema Ausschiffen jedoch bestens informiert.

Folgende Fehler kannst Du beim Absteigen vom Kreuzfahrtschiff machen:

Die Abschlussrechnung ungeprüft bezahlen

Eigentlich ist es logisch, dass Du Deine Bordrechnung immer überprüfen solltest, um sicherzustellen, dass Dir nichts falsch berechnet wurde. Warte jedoch in Deinem eigenen Interesse nicht damit, bis Du das Kreuzfahrtschiff verlassen hast und zuhause bist. Mit einer Rückerstattung von falsch berechneten Posten sieht es dann nämlich oft schlecht aus.

Jeder Kreuzfahrt-Profi weiß, dass man die freundliche Dame oder den netten Herren an der Rezeption am Vorabend der Ausschiffung eher persönlich davon überzeugt, dass man abseits des vorab gebuchten Getränkepaketes keine Flasche Champagner im Whirlpool hatte, als einen Mitarbeiter der Reederei am Telefon. Bitte nicht vergessen: Immer höflich bleiben! Diese Herrschaften machen auch nur ihren Job. Moderne Kreuzfahrtschiffe bieten bereits die Möglichkeit seine Rechnung online auf dem interaktiven Fernseher in der Kabine zu prüfen.

Fotos jetzt kaufen

Wer denkt es sei besonders schlau die Fotos vom Bordfotografen am letzten Tag eine Kreuzfahrt, während der Ausschiffung, ganz billig zu kaufen, kann sich auf eine große Enttäuschung gefasst machen. Oft sind die sorgsam ausgedruckten Fotografien bereits vernichtet um Platz zu machen für den Passagierwechsel. Auch wenn die Bilder heutzutage digital abgespeichert sind werden sie aus Speicherplatzgründen zum Ende der Kreuzfahrt einfach gelöscht. Wer also doch noch unbedingt seine Fotos von der Einschiffung auf der neuen TUI Mein Schiff oder vom Gala-Abend bei MSC als liebe Erinnerung mit nach Hause nehmen möchte, sollte am letzten Abend der Kreuzfahrt zuschlagen. Oft gibt es da bereits günstigere Preise.

Vergiss Dein Zeug im Tresor

In der Nacht vor der Ausschiffung wird es oft chaotisch auf der Kabine. Wer dann versucht am letzten Abend auf dem Kreuzfahrtschiff noch etwas Spaß an Bord zu haben, während eigentlich schon der gepackte Koffer auf dem Flur vor der Kabine stehen sollte, läuft schnell Gefahr etwas zu vergessen. Zu Deiner Routine bei der morgendlichen Ausschiffung sollte daher immer der letzte Blick in den Safe gehören. Sind wirklich alle wichtigen Reiseunterlagen, Ausweisdokumente, Smartphones, Tablets, Schmuck und übriges Bargeld eingepackt?

Aber bitte nicht die wichtigen Reisedokumente und den Pass in den großen Reisekoffer, sondern in das Handgepäck packen!

In Hausschuhen und Schlafanzug von Bord gehen

Beim Packen der Koffer in der letzten Nacht Deiner Kreuzfahrt darfst Du bloß nicht vergessen Dir die Klamotten und das Waschzeug für den letzten Tag raus zu legen. Man hat bereits Passagiere erlebt, welche am Tag der Ausschiffung im Pyjama und Pantoffeln am Kai standen. Sollte Dir das passieren, dann ist es kein Grund sich in Grund und Boden zu schämen – Du wirst all diese schadenfroh schmunzelnden Menschen höchstwahrscheinlich nie wieder in Deinem Leben sehen.

Vergiss Deine Bordkarte auf der Kabine

Kreuzfahrtschiff ist nicht gleich Hotel. Beim Verlassen des Spaßdampfers kann man nicht einfach gehen und die Tür hinter sich sperrangelweit geöffnet und die Bordkarte auf dem Bett liegen lassen. Die Security des Schiffes muss Dich vor dem Betreten der Gangway ein letztes Mal im System auschecken, genauso wie beim Landgang. Nur so kann man auf Nummer Sicher gehen, dass sich zu Beginn der nächsten Kreuzfahrt kein Blinder Passagier mehr an Bord befindet. Außerdem wird das Schiff sonst nicht für die nächste Tour freigegeben. Und so eine Bordkarte ist doch auch ein nettes Andenken – mit Deinem Namen drauf. Viele langjährige Kreuzfahrer sammeln diese Karten sogar.

Klau das Handtuch und den Bademantel

Die Hausschuhe, welche an Bord so mancher Kreuzfahrtschiffe kostenlos gestellt werden, darf man als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Doch für den Queen-Mary-Bademantel oder das AIDA-Strandtuch gilt dies aber nicht. Diese sind explizit für den Einsatz auf dem Schiff bestimmt. Sollten diese dennoch am letzten Tag eingepackt werden und beim Reinigen der Kabine fehlen werden sie nachträglich in Rechnung gestellt und die hinterlegte Kreditkarte belastet. Dann war es doch nicht das erhoffte Kreuzfahrtschnäppchen. Wenn Dir das Zeug wirklich so gut gefällt, dann kauf es Dir neu und unbenutzt im Bordshop.

Frühstück überspringen

Tu Dir selbst den Gefallen und steh am Tag der Ausschiffung zeitig wach. Das Frühstück auf dem Kreuzfahrtschiff am letzten Morgen ist ein Muss, denn Du weißt nicht wann Du auf dem Weg zum Auto, Bahnhof oder Flughafen, entlang der Strecke, im Zug oder Flieger wieder etwas zwischen die Zähne bekommst. Dieser letzte Gang zum Büffet ist bereits voll bezahlt und genau so umfangreich und köstlich wie in den Tagen zuvor. Also verlängere Deinen wohlverdienten Urlaub einfach nochmal um diese halbe Stunde.

Steh dumm im Weg rum

Willst Du Teufelskerl denn die Crew verrückt machen? Wenn Du noch auf Deiner Kabine bist, obwohl bereits alle Passagiere über den Bordlautsprecher zum Verlassen des Schiffes aufgefordert wurden, wird das nur alles unnötig verzögern. Kabinenstewards stehen unter hohem Druck, um die Räume so schnell wie möglich zu reinigen. Sie haben nur wenige Minuten pro Kabine und da muss jeder Handgriff sitzen. Mit Dir auf dem Zimmer gestaltet sich das erheblich schwieriger.

Auch das Herumlungern im Atrium verlangsamt den gesamten Ablauf. Warteschlangen werden länger und die Crew spürbar genervter. Also geh in eine Lounge, an eine Cafebar oder bleib einfach etwas länger am Buffet, wenn Du erst in einer späteren Gruppe dran bist oder individuell von Bord gehst. Das ist auch für Dich entspannter. Gegen einen geringen Aufpreis bieten manche Reedereien einen verlängerten Aufenthalt an Bord an, das ist oft gar nicht so dumm. Allerdings kannst Du nicht mehr alle Einrichtungen auf dem Kreuzfahrtschiff nutzen, die meisten werden vor dem Eintreffen der nächsten Passagiere gründlich gereinigt.

Warte auf den Gepäckträger

Du selbst bist in der Regel der schnellste Weg um mit dem eigenen Gepäck von Bord zu gehen. Wenn Du am Tag der Ausschiffung fit genug bist Deine für die Kreuzfahrt gepackten Koffer selbst zu tragen, dann tu es auch.

Es gibt keinen Trägerdienst, Portier oder das zufällige Besatzungsmitglied auf dem Flur, welches Dir beim Treppensteigen hilft – Selbsthilfe ist angesagt. Die Aufzüge sind an diesem Tag meist total überlastet. Solltest Du nicht fit genug sein Dein Gepäck selbst zu tragen, dann stell es in der Nacht vor der Abreise raus. Wann die Koffer spätestens auf dem Flur stehen müssen liest Du in der Bordzeitung. Am Morgen der Ausschiffung wartet man dann nur noch auf die Durchsage für die entsprechende Gruppe und checkt aus. Wenn es dann noch um einen weiteren Transport der Koffer geht wartet auch oft bereits ein Träger im Hafen, welcher aber auch bar bezahlt werden will.

Was den letzten Tag auf Kreuzfahrt noch unnötig belastet, aber seitens der Reedereien scheinbar nur schwer abstellbar ist, beschreibt Franz Neumeier recht treffend: https://www.cruisetricks.de/der-letzte-eindruck-an-bord-und-was-reedereien-damit-kaputt-machen/

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Disclaimer: Dieser Beitrag zum Thema Ausschiffung wurde in keiner Form gesponsert.

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About Author

Hier schreibt Daniel Dorfer, der einzige Kreuzfahrt- und Reiseblogger auf dem Kreuzfahrt- und Reiseblog fernwehblog.net. Als hauptberuflicher DJ war er einige Zeit an Bord der AIDA-Flotte auf Kreuzfahrt und reist seither verstärkt durch diese Welt um darüber zu berichten.

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