“Jede Minute zählt, wenn das Gepäck der Passagiere vom Laderaum des Flugzeuges zum Ausgabeband befördert wird. Damit Taschen und Koffer nach der Landung möglichst schnell bei ihren Besitzern landen, muss eine komplexe Abfolge von Arbeitsschritten reibungslos funktionieren.” (Quelle: Webseite des Flughafen München)

Wer schon einmal miterlebt wie so ein armer, kleiner Reisekoffer vom Bodenpersonal an den Flughäfen weltweit herumgeschubst wird, der weiß ganz genau warum ein solches Gepäckstück besser möglichst stabil und robust sein sollte. Zeit ist Geld, ganz besonders auf einem Flughafen. Da muss es schnell gehen, denn ein enger Zeitplan in Verbindung mit der gewünschten Sicherheit schränken die Piloten der Maschine ein und auch das Gate soll möglichst bald wieder frei für den nächsten Flieger sein.

Koffer-Beladung-Flugzeug-FlughafenReisekoffer jeder Art werden daher auf vielen Flughäfen recht ruppig behandelt, denn nicht immer findet man ein solch gepäckschonendes Verfahren wie auf deutschen und europäischen Flughäfen. Gerade in südlichen Urlaubsländern zählt da noch rohe Muskelkraft, denn Menschen sind billiger als Maschinen. Da wird dann eben mal schnell ein Koffer geworfen, herumgeschleudert, umgestoßen oder einfach fallen gelassen. Schnell reißen dabei Henkel ab oder es geht im inneren etwas zu Bruch. Alleine im Jahr 2013 sind mir zwei wirklich stabile und hochwertige Gepäckstücke stark beschädigt worden – beide übrigens auf der weiten Reise um den halben Globus nach Hawaii. Der große Reisekoffer wurde an der Rückseite eingerissen und der kleinere Hartschalenkoffer wurde einfach aufgebrochen, da er nur ein einfaches Zahlenschloss und kein TSA-Schloss hatte.

Ich frag mich immer noch, warum ein modernes Land wie die USA einen einfachen Reisekoffer trotz hochentwickelter Röntgentechnik aufbrechen muss, nur um festzustellen, dass außer Kleidung und Schuhen nix drin ist. Das beigefügte “Entschuldigungsschreiben” klang eher wie ein Vorwurf, warum ich böser Urlauber kein vorschriftsmäßiges Schloss am Gepäckstück habe und dass die Homeland Security, im Namen der Terrorbekämpfung, alles darf ohne dafür Entschädigung zahlen zu müssen. Aber sei es drum, mittlerweile bin ich schlauer und mache ein einfaches, externes TSA-Schloss an mein Gepäckstück…

Hartgepäck oder Weichgepäck?

Das ist hier die Frage und die stellt sich sowohl für den großen Reisekoffer, den man beim Check-in aufgibt, als auch für das Handgepäck in Form eines kleineren Kabinenkoffers, welchen man selbst ins Flugzeug mit nimmt. (Wohlgemerkt: Ein Kabinenkoffer – und nicht den kompletten Hausstand, den so mancher Passagier rücksichtslos ins Handgepäckfach stopft.)

Wer es etwas flexibler liebt, schwört auf Reisekoffer aus Softcase, also weiches Polyester oder Nylon als Obermaterial. Praktische, aufgenähte Taschen mit Reißverschluss machen so ein Reisegepäck zusätzlich aufnahmefähig, etwa für Dokumente oder was sonst noch schnell greifbar sein soll. Allerdings wird so ein weicher Koffer oft gedrückt und gequetscht, auch reißt er gerne einmal ein.

Absolut zu empfehlen sind daher Reisekoffer und Trolleys aus dem besonders leichtem und widerstandsfähigem Material Polycarbonat. Gerade bei langen Reisen zählt jedes Gramm, welches das Gepäckstück bereits ohne Inhalt weniger wiegt. Auch die Ausführung mit vier anstelle von zwei Rädern, ein sogenanntes Spinner-Modell mit frei schwenkbaren Rollen, erleichtert die Reise ungemein. Schmale Koffer, die man wie ein Hündchen an einem Band hinterher zieht kippen viel zu leicht um. Ein stabiler Teleskopgriff ist da wesentlich besser zu handhaben.

Mein nagelneuer Reisekoffer Marke TITAN X2 Shark Skin ist übrigens ein äußerst stabiler und angenehmer Reisebegleiter der Gattung Hardcase, da er sich ganz einfach ohne Widerstand auf seinen vier großen Rollen durch die Gegend chauffieren lässt, selbst auf unebenem Gelände, wie etwas Kopfsteinpflaster. So stellt dieser Hardcase-Trolley selbst prall gefüllt keine große Last dar. Wichtig war mir für diesen neuen Reisekoffer neben dem leichten Transport und der robusten Verarbeitung vor allem das TSA-Schloss, welches der Zoll bei Bedarf zur Prüfung mit einem Nachschlüssel öffnen kann. So eine böse Überraschung wie nach der USA-Reise brauche ich da nicht mehr zu befürchten.

Vielen Dank an dieser Stelle an TITAN in Hamburg für das tolle, robuste Gepäckstück, das mich sicher noch auf vielen Reisen begleiten wird. Zwinkerndes Smiley

Anmerkung: Der im Artikel erwähnte Reisekoffer wurde dem Reiseblog freundlicherweise kostenlos von der Firma TITAN zur Verfügung gestellt.

Coole Tipps wie man den Koffer dann richtig packt gibt es übrigens hier:
http://blog.weg.de/wie-packe-ich-meinen-koffer-richtig/