Familien-Kreuzfahrt: Mit Costa zu den griechischen Inseln

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Familien-Kreuzfahrt: Mit Costa zu den griechischen Inseln 3

Eine Woche an Bord der Costa Luminosa unterwegs von Italien nach Griechenland – unsere erste Hochsee-Kreuzfahrt als Familie.

Da ich nicht gleich dazu kommen werde jede einzelne Destination dieser Costa-Kreuzfahrt im östlichen Mittelmeer detailliert mit allen Landgängen zu beschreiben, folgt hier ein erster Blogbeitrag mit den Highlights. Ich wünsche angenehmes Fernweh… ;-)

Anfahrt zum Abfahrtshafen

Schon lange hatten wir ihn geplant, unseren zweiwöchigen Familienurlaub Anfang September 2019. Eine Woche runterkommen am Strand im kleinen Chioggia in Italien bildete den Auftakt, danach sollte es mit dem Kreuzfahrtschiff von Venedig aus Richtung Süden gehen. Doch die die aktuelle politische Lage mit zahlreichen Umwelt-Demonstrationen zwang unsere Kreuzfahrtreederei Costa kurzfristig dazu, den Abfahrtshafen nach Triest zu verlegen. Und das wo wir alles so sorgfältig geplant hatten, mit nur einer Stunde Anfahrt vom Hotel.

Nun gut, wir parkten wie geplant als Kreuzfahrer für eine Woche zum halben Preis im Tronchetto Parkhaus (http://www.couponinterparking.com/venezia/de/) direkt am Kreuzfahrthafen und machten uns auf den ungewissen Weg zum Kreuzfahrtterminal…

Doch es war alles vorab recht gut organisiert worden und so standen wir knapp drei Stunden nach dem Check-in in der Lagunenstadt vor der Costa Luminosa in Triest.

Hätten wir all das bereits etwas früher gewusst, dann hätten wir nahe dieser wunderschönen Stadt unsere erste Urlaubswoche verbracht. Triest steht schon lange auf meiner Bucketlist.

Die Kabine auf der Costa Luminosa

Der wirklich kinderfreundliche Service startete nun beim Einschiffen und sollte sich durch die komplette Seereise ziehen. Mit unserer zweijährigen Tochter wurden wir aus der Schlange gewunken und an den anderen wartenden Gästen vorbei ein gutes Stück weiter vor gebracht gebracht.

Schon kurze Zeit nach der Ankunft waren wir in unserer Balkonkabine auf Deck 5 und konnten uns etwas frisch machen. Ein zusätzliches Bett mit einem abnehmbaren Gitter war bereits aufgestellt, ein Teller frisches Obst wartete auf dem Tisch und auch unser sorgfältig speziell für die Kreuzfahrt gepackter Koffer war schnell verstaut.

Entertainment und Essen am Seetag

Müde von der ungeplant langen Anreise verbrachten wir den Rest des Tages damit das riesige Kreuzfahrtschiff ein wenig zu erkunden und die lästige, aber leider notwendige Sicherheitsübung hinter uns zu bringen. Abendessen gab es im Buffet-Restaurant, welches in den ersten Tagen nicht so stark frequentiert war. Selbst die sonst so heiß begehrten Fensterplätze waren frei, das nutzten wir gerne aus.

Seetag auf dem Pooldeck der Costa Luminosa – das bedeutet auf einem italienischen Kreuzfahrtschiff köstliche Pasta in rauen Mengen…

…und lautstarkes Entertainment für jung und alt – wenn man das mag. Das Publikum war gut gemischt und von einem halben Jahr bis 90 Jahren so ziemlich alles vertreten. Darunter waren vornehmlich Italiener, Spanier, Portugiesen und Franzosen, aber auch zahlreiche Deutsche Urlauber. Südländisches Temperament hatte dennoch eindeutig die Oberhand.

Wer es lieber etwas ruhiger mag, ist am Heck des Schiffes gut aufgehoben. Neben dem zweiten, kleineren Pool und der Bar hier am Lido-Deck, ist vor allem die Aussicht auf das Kielwasser für mich immer wieder faszinierend. Wer das die ganze Kreuzfahrt über möchte ist in einer der Balkonkabinen hier bestens aufgehoben.

Auch zum Frühstück gönnten wir uns täglich das Costa-Buffet. Hier gibt es im Vergleich zu deutschen und amerikanischen Kreuzfahrtschiffen eher weniger Eierspeisen, Wurst, Käse oder Marmelade. Wichtiger sind typisch italienische Backwaren, wie etwa gefüllte Cornetto, Krapfen, Donuts oder einfach Kuchen. Aber auch frisches Obst, Joghurt und Müsli stehen für die gesunde Ernährung zur Verfügung. Kaffee, Tee, Wasser, Säfte und Milch gab es sowieso aus dem Automaten, die Kaffeespezialitäten und frische gepresste Säfte hingegen nur gegen Aufpreis oder im Getränkepaket.

Auch den eigens an Bord hergestellten sehr leckeren Mozzarella gibt es nur gegen Aufpreis in der Pizzeria oder den anderen kostenpflichtigen Restaurants. Schade eigentlich…

Landgang auf eigene Faust in Argostoli

Endlich Griechenland!

Am zweiten Tag der Kreuzfahrt sollte ausgerechnet Argostoli auf Kefalonia der erste Hafen werden. Im November 2016 waren wir bereits mit einem anderen Kreuzfahrtschiff hier und eigentlich eher etwas enttäuscht von der kleinen griechischen Insel. Doch wir wussten was auf uns zukam und hatten daher diesmal einen entspannten Plan für den halben Tag Aufenthalt.

Zu Fuß ging es vom Hafen in Argostoli zuerst an den kleinen Strand Fanari Beach nahe der kleinen Saint Theodore Lantern, welche man bei der Einfahrt mit dem Schiff sehr gut sehen kann.

Kristallklares Wasser und nur wenige andere Badegäste gestalteten den Vormittag dort extrem erfrischend und gechillt, auch wenn der Sandstrand jetzt in der Nachsaison im September nur schlecht gepflegt war. Dafür musste man sehr weit hinaus um nicht mehr stehen zu können, ideal also zum Baden für Kinder.

Zurück in der Stadt waren wir kurz vor Mittag und wussten auch gleich wo es noch etwas tolles zu erleben gab: Die Meeresschildkröten im Fischerhafen von Argostoli waren ein echter Hingucker für unsere Kleine. Noch schnell ein paar Andenken einkaufen und eine kleine Erfrischung im griechischen Eiscafe, dann mussten wir vom Landgang leider schon wieder zurück an Bord.

Abendessen im Costa Club Restaurant

Auf der Kabine erwartete uns bereits eine kleine Überraschung:
Eine Einladung in das exklusive Costa Club Restaurant zum Abendessen.

Zu einer hervorragenden Flasche Rotwein für uns Erwachsene genossen wir bei Sonnenuntergang ein großartiges Vier-Gänge-Menü mit sehr aufmerksamem Service.

Neben den frisch kredenzten Köstlichkeiten für uns Großen…

..wurde auch für unsere Kleine eine frische Portion bunte Pasta wunschgemäß zubereitet.

Gut gesättigt fielen wir ziemlich müde in unsere Kojen. Santorini, das Juwel der Kykladen, wartete am nächsten Morgen auf uns und dafür wollten wir unbedingt fit sein.

Landgang auf eigene Faust auf Santorini

Fantastisch: Sonnenaufgang über Santorini von der Balkonkabine auf dem Kreuzfahrtschiff.

Mit dem Tenderboot ging es von der Costa Luminosa nach Fira auf Santorini.
Es folgte wieder ein Landgang auf eigene Faust.

Wir hatten vorab über das Internet den Transfer nach Oia bei einem lokalen Anbieter gebucht und wurden vom Anleger mit Boot und Bus direkt dorthin gebracht. Der Linktipp dazu folgt im entsprechenden Beitrag.

Nachdem die Costa Luminosa nur unter tags vor Santorini auf Reede lag, gab es leider keinen einmaligen Sonnenuntergang in Oia. Dafür aber nach dem Spaziergang auf der Caldera Kaffee und Kuchen auf griechisch: Galaktobueriko und Cafe Frappe. Die beste Adresse dafür gibt es übrigens in diesem Beitrag:

Was tun auf Santorini in Griechenland?

Weiter ging es in die Inselhauptstadt Fira, der Transfer im klimatisierten Reisebus dauerte nur knapp 20 Minuten.

Hier stärkten wir uns bei einem griechischen Mittagessen und wanderten einfach am Nachmittag durch die engen Gassen. Aussichten wie diese brachten die Kamera wieder zum glühen. Natürlich haben wir auch hier ein paar Andenken gekauft, das gehört nun mal dazu. Und bergab ging es dieses mal zum ersten mal für mich mit der Gondel.

Süße Überraschung am Abend

Zurück auf unserer Kabine wartete bereits eine extrem süße Überraschung auf uns:

„Happy Cruise“ war der lieb gemeinte Gruß von der Gästebetreuung nach einem kleinen Missverständnis bei der Seenotrettungsübung.

Kleiner Tipp: Habt einfach immer alle Bordkarten mit dabei bei dieser einzigen Pflichtveranstaltung auf Kreuzfahrt, die werden nämlich bei Costa wortlos einzeln gescannt und nicht einfach nur die Kabine aufgerufen.

Landgang auf eigene Faust auf Mykonos

Kali Mera Costa Victoria!

Pünktlich zum Sonnenaufgang über Mykonos ankerten wir vor der Insel in direkter Nachbarschaft zum Schwesterschiff. Nach dem Frühstück brachte uns wieder ein lokales Tenderboot an Land. Da  wir auch hier bereits einige Jahre zuvor waren stand das Tagesprogramm schon fest.

Der Weg durch die noch verschlafene Insehlhauptstadt und ihren berühmten Windmühlen…

…führte uns direkt wieder an den Strand. Mittags ging es in diese hervorragende und extrem kinderfreundliche Taverne direkt am Meer. Adressen dazu folgen in einem eigenen Blogbeitrag.

Nach dem Schlendern in den Gassen der Stadt ging es schon wieder zurück auf die Costa Luminosa. Viel zu schnell verfliegt so ein schöner Tag auf einer Trauminsel wie Mykonos.

Eindrücke von der Costa Luminosa

Zugegeben: Die zehn Jahre sieht man Ihr schon etwas an, auch wenn sie gut instand gehalten wird. Doch einzelne Bereiche und Einrichtungen sind nicht mehr ganz so glanzvoll und vollständig wie man es sonst von Kreuzfahrtschiffen dieser Klasse kennt – gerade im Bereich für die Kleinkinder oder in der eigenen Kabine.

Trotz all dem Trubel auf dem Pooldeck und in den Restaurants haben wir viele schöne, ruhige Plätze an Bord gefunden und fühlten uns allzeit bestens aufgehoben.

Ausflug von Kataklon nach Olympia

Noch so ein traumhafter Sonnenaufgang, diesmal über den griechischen Bergen auf dem Festland. Nächster Hafen war Kataklon, nur 45 Minuten mit dem Bus von Olympia entfernt.

Den Bus zu den antiken Ruinen der legendären Sportstätten buchten wir vorab über Costa, die Eintrittskarten muss man aber vor Ort selbst erstehen. Ein halber Tag reicht mit Kind grade mal so für einen Rundgang über die historischen Ausgrabungen, für die Museen blieb leider keine Zeit.

Nach der Rückkehr gab es erst einmal einen typisch italienischen Espresso im Stehen für nur 1,90 Euro an der Bar der Costa Luminosa. Auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff ist das undenkbar.

Italienischer Abend im Restaurant Taurus

Zwei Abende auf Kreuzfahrt verbrachten wir auch im Restaurant Taurus auf Deck 2 und wurden vom flott servierten Vier-Gänge-Menü auch nicht enttäuscht. Selbst der Kinderstuhl war sofort zur Stelle sobald man zum Tisch kam. Daumen hoch für diesen wirklich sehr aufmerksamen Service.

Am italienischen Abend wurde auch noch ein wenig Stimmung gemacht, was bei allen Gästen sehr gut ankam. Singende und tanzende Kellner hatten auch ein wenig Spaß bei der Arbeit.

Abends auf der Costa Luminosa

Für den allabendlichen Tanz zu Livemusik oder später in der Disco war es uns immer zu spät, denn unsere Kleine wollte trotz Mittagsschlaf pünktlich um acht ins Bett. Dennoch konnte ich mir eine dieser typischen Abendshows nicht entgehen lassen. Ich fand sie unterhaltsam und professionell, die Titelauswahl streckenweise etwas fad, aber ich bin da als ehemaliger DJ auf Kreuzfahrt etwas verwöhnt und abgestumpft. Das Publikum hatten die Künstler in ihren bunten Kostümen auf jeden Fall gut im Griff, es gab Standing Ovations nach gut 45 Minuten Show.

Landgang auf eigene Faust in Bari

Ein letzter Stopp in Bari entführte uns noch einmal in das tiefste Italien.

Die Hafenstadt in Apulien begeistert unter anderem mit frischer, handgemachter Pasta…

…und bestem Gelati aus hauseigener Produktion.

Dolce Vita in Bella Italia!

Was wir hier schönes erlebten folgt ebenfalls in einem eigenem Beitrag. Am frühen Nachmittag lichtete die Costa Luminosa bereits die Anker und fuhr weiter gen Norden…

Ausschiffung in Venedig

Für mich persönlich ist diese Einfahrt mit dem Kreuzfahrtgiganten über den Canale Grande absolut unnötig. No Grande Navi! Aber das oberste Deck war selbstverständlich randvoll mit Passagieren – kein Wunder bei der Aussicht!

Die Ausschiffung im Anschluss daran ging mit Costa recht schnell unkompliziert, was mich äußerst angenehm überraschte. Nach dem Fußweg zum Parkhaus mussten wir uns schweren Herzens auch leider schon wieder verabschieden von Venedig… Bella Ciao!

In der Fincateria vor Venedig wird übrigens gerade die nagelneue Costa Firenze gebaut.

Ich hoffe dieser erste Einblick hat Euch ein wenig gefallen. Gerne gehe ich bald auf die einzelnen Stationen unserer persönlichen Jungfernfahrt mit Costa als Familie ein.

Würden wir wieder mit Costa auf Kreuzfahrt gehen? Definitiv ja! Vor der internationalen Konkurrenz braucht sich diese Reederei wirklich nicht zu verstecken und der italienische Flair an Bord hat uns sehr gut gefallen.

Links zum Kreuzfahrtschiff Costa Luminosa

Weitere Beiträge über die Häfen entlang der Route

Kreuzfahrt: Östliches Mittelmeer mit der Vision of the Seas – Argostoli

 

Top 10 Wallpaper: Die griechische Insel Santorini

 

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Kreuzfahrt: Östliches Mittelmeer mit der Vision of the Seas – Mykonos

14 Dinge die Du in Venedig nicht tun solltest

Citytrip Venedig: La Serenissima im Frühling

 

Disclaimer: Diese Kreuzfahrt erfolgte mit freundlicher Unterstützung durch einen Presserabatt von Costa Kreuzfahrten. Vielen Dank dafür! Meine persönliche Meinung und die Berichterstattung bleiben dennoch offen und ehrlich.

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Hier schreibt Daniel Dorfer, der einzige Kreuzfahrt- und Reiseblogger auf dem Kreuzfahrt- und Reiseblog fernwehblog.net. Als hauptberuflicher DJ war er einige Zeit an Bord der AIDA-Flotte auf Kreuzfahrt und reist seither verstärkt durch diese Welt um darüber zu berichten.

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