Sommer, Sonne, Strand und Meer – das sind neben der köstlichen mediterranen Küche und der großartigen Gastfreundschaft die Hauptgründe aus denen es Jahr für Jahr abertausende Touristen nach Italien zieht.
Doch der allseits beliebte Stiefel im Mittelmeer ist groß und die Wege in den Süden manchmal ganz schön weit. Mich selbst hat es dieses Jahr u.a. bereits nach Rom und mit dem Kreuzfahrtschiff MSC Preziosa sogar noch südlicher, nämlich bis nach Sizilien und Malta, verschlagen. Doch gerade im heißen südeuropäischen Sommer muss man nicht immer eine so lange Anreise auf sich nehmen um das wahre Bella Italia zu erleben.
Nur etwa gute fünf Stunden von München entfernt liegt bereits die italienische Adriaküste mit ihren sanft abfallenden und samtweichen Sandstränden. Neben den bekannten und stets überlaufenen Badeorten Bibione und Jesolo gibt es in der Region Friuli-Venezia Giulia noch eine ganz andere Perle, den italienischen Badeort Lignano Sabbiadoro (https://www.lignanosabbiadoro.it/de/).
In Deutschland weniger bekannt, ist Lignano in Österreich schon längst mehr als ein Geheimtipp, wenn es um Spaß, Erholung und Genuss mit der ganzen Familie geht. Manchmal auch einfach nur für ein entspanntes, langes Wochenende.
Anfang Juni war ich selbst für drei Nächte auf Einladung des Tourismusverbandes dort zu Gast und habe mir vor dem Saisonbeginn einmal ein wenig den Strand und das Umland angesehen, wovon ich Euch in diesem und einem weiteren Reisebericht etwas mehr zeigen will.
Meine Anreise erfolgte bequem mit dem eigenen Auto auf der schnellsten Route über die Autobahn A8 und die A10 Tauernautobahn durch Österreich. Ankunft in der Provinz Udine war am Nachmittag und so zog es mich, einem eigenen, alten Ritual folgend, nach dem kurzen Check-in in meinem Hotel gleich an den Strand, um das Meer zu begrüßen…
Noch lief hier alles auf Sparflamme, denn erst Mitte Juni geht es in Lignano Sabbiadoro richtig los. Doch man ist wie jedes Jahr bestens vorbereitet auf die Touristenscharen aus Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland. Die Saison dauert übrigens bis Ende September, da gibt es oft noch echte Schnäppchen in Sachen Unterkunft und traumhaftes Wetter.
Der flach abfallende Sandstrand in Lignano Sabbiadoro als Panorama-Aufnahme.
(Zum Vergrößern bitte anklicken!)
Insbesondere viele jungen Familien zieht es hierher, denn der Badespaß für groß und klein steht an diesem Sandstrand ganz klar im Vordergrund.
Die Skyline entlang des Strandes von Lignano als Panorama.
(Zum Vergrößern bitte anklicken!)
Zahlreiche Hotels bieten Unterkunft für jeden Geschmack und nahezu jeden Geldbeutel. Meine drei Hotel-Tipps für den angenehmen Aufenthalt in Lignano Sabbiadoro sind:
- Das einfache, sehr bequeme inhabergeführte Drei-Sterne-Hotel Hotel Simi Lan.
(Hier war ich untergebracht und fühlte mich sehr wohl im sauberen und ruhigen Hotel vom unaufdringlich gastfreundlichen Betreiber Andrea, welcher abends gerne mal ein Gläschen Wein oder Prosecco ausgibt.) - Das Vier-Sterne-Hotel mit eigenem Restaurant Hotel President Lignano.
(Hier liegt der Schwerpunkt auf Kulinarik, Wellness und Golf. Bei einem späteren Besuch war ich auch dort zu Gast: https://fernwehblog.net/neues-aus-lignano/) - Der Bauernhof mit Ferienbetrieb (Agroturistico), als Bed & Breakfast Albafiorita.
(Diese relativ neue Art des Agroturismus, einer modernen Form des Urlaub auf dem Bauernhof, erfreut sich in ganz Italien zunehmend großer Beliebtheit.)
Natürlich gibt es auch Stellplätze für Wohnwägen und Wohnmobile, wie etwa den Campingplatz Village Pino Mare direkt an der italienischen Adriaküste.
Wer es etwas exklusiver möchte mietet sich statt der einfachen Strandliege im VIP-Bereich des Strandbades, direkt an der Terrazza a Mare, dem heimlichen Wahrzeichen von Lignano Sabbiadoro, einen Pavillon samt Zugang zum Whirlpool.
Aber auch der Rest des kilometerlangen feinsandigen und gut gepflegten Strandes überzeugt durch Sauberkeit, kristallklares Wasser und vor allem ein großes Angebot an Freizeitaktivitäten und natürlich Restaurants.
Allgegenwärtig neben Pizza, Pasta und Pesce ist hier in der ehemaligen Korn-, Obst- und Gemüsekammer Venedigs der köstliche San Daniele Schinken, welcher gerne hauchdünn aufgeschnitten als Antipasti gereicht wird.
Keine Angst beim Bestellen: Fast überall in Lignano wird gut Deutsch gesprochen.
Fisch und Meeresfrüchte stehen jedoch fast überall ganz oben auf den Speisekarten hier am nördlichen Ende des Mittelmeers. Im Ristorante Terrazza a Mare etwa, direkt auf der gleichnamigen Seebrücke, serviert man hochwertige, manchmal traditionelle, oft aber auch einfallsreiche Gerichte daraus.
Für mich gab es am ersten Abend:
- Jakobsmuschel, Kartoffel mit Zahnbrasse und geräuchertes Carpaccio vom Schwertfisch
- Lasagne vom Seebarsch und Risotto mit Zuckermelone und Schrimps
- Fritto Misto
- Tiramisu im Glas
Dazu wurde regionaler Wein serviert, was meiner Müdigkeit dann auch bald den Rest gab.
Daniel Dorfer ist Reisejournalist, Mitglied in der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ), im EXPERTS Circle von BurdaForward (CHIP & FOCUS online) und Gründer von fernwehblog.net. Als erfahrener Reiseblogger und Kreuzfahrtblogger hat er in den vergangenen Jahren über 40 Länder bereist und mehr als 40 Kreuzfahrten erlebt, teilweise sogar aus einer besonderen Perspektive als Crew-Mitglied. Genau diese Mischung aus journalistischem Blick, eigener Reiseerfahrung und ehrlicher Praxis macht seine Texte so wertvoll für Urlauber, die verlässliche Informationen statt leerer Versprechen suchen.
Auf fernwehblog.net schreibt Daniel Dorfer über Kreuzfahrten, Städtereisen, Familienurlaub, Reisetipps und Ausflüge. Seine Beiträge verbinden persönliche Erfahrungen mit nützlichem Wissen für die Reiseplanung, vom ersten Vergleich über die Buchung bis zu praktischen Tipps für unterwegs. Im Mittelpunkt stehen dabei authentische Empfehlungen für ganz normale Urlauber, die ihre Reise besser vorbereiten, typische Fehler vermeiden und vor Ort mehr erleben möchten.
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Sehr schöner Post! Überlege gerade noch wo es in den Urlaub gehen soll, sieht wirklich alles sehr schön aus!