“Ohh Hamburg meine Perle, du wunderschöne Stadt, du bist mein Zuhaus‘, du bist mein Leben, du bist die Stadt auf die ich kann, auf die ich kann…” (Refrain aus dem Song “Hamburg meine Perle” von Lotto King Karl)
Unverhofft kommt oft, auch bei Reisebloggern. So geschah es während der Afterwork-Party von Hamburg-Tourismus im Rahmen der Reisemesse ITB 2014, dass ich freundlicherweise von RAIKESCHWERTNER – Agentur für Kommunikationsberatung zu einer Städtereise in den hohen Norden Deutschlands eingeladen wurde. Lange hatte ich nun darauf hin gefiebert, denn seit meinem erfolgreichen Casting für den Posten als Clubschiff AIDA-DJ Ende 2008 war ich nicht mehr in der Hansestadt und damals hatte ich nicht wirklich viel davon gesehen.
Das nun sorgsam vorbereitete Programm für (leider nur) zwei Nächte im Vier-Sterne-Superior Hotel Baseler Hof war mehr als aufregend und interessant… nun aber erst einmal das Highlight des ersten Tages: Die geniale altonale Butterfahrt im Hafen von Hamburg!
Denn vom Wasser aus ist diese Stadt einfach mehr als sehenswert…
Einschiffung zur altonalen Butterfahrt
Los ging es nach einem gemeinsamen Abendessen zusammen mit Stefanie von der Agentur und der lieben Reisebloggerin Mila von Heldenunterwegs zu Fuß vom Museumshafen Ölvegönne Richtung Dockland Hamburg. Am Fähranleger wurden gerade die gut gelaunten und singenden Passagiere der letzten Butterfahrt ausgeladen, das konnte ja was werden…

Die etwas andere Hafenrundfahrt
Diese etwas andere Hafenrundfahrt findet nur sechsmal im Jahr statt, immer zur Altonale statt. Veranstalter sind die Clubkinder und die haben echt ein rundes Programm auf die hübschen Seemannsbeine gestellt.
Zusammen mit der Maritimen Circle Line, der musikalischen Ina und dem Leichtmatrosen Chris an Ihrer Seite ging es gut gelaunt an Bord, wo auch zur Begrüßung schon der erste Likör wartete. Hätte ich geahnt, worum es sich beim Hamburger Kultgetränk Lioko Mexikaner handelt, hätte ich vielleicht nicht gleich alles hinunter gestürzt. Der Begriff “Mundfeuerwerk” ist noch ein recht milder Ausdruck für diese wahrhaft teuflische Mischung mit Chili und Pfeffer…
Ablegen mit dem Butter-Kutter
Sicherheitseinweisung vom freundlichen und gut gelaunten Bordpersonal –
es gab angeblich nur eine Schwimmweste!
Blick auf den Hamburger Hafen mit seinen typischen Fähren, auch Bügeleisen genannt…
Die gebogene Schrägseilbrücke Köhlbrandbrücke – eine von über 2600 Brücken in Hamburg.
Livemusik an Bord
Auf einer klassischen Hafenrundfahrt-Route schipperten wir zu den entspannten Klängen von Bluesrocker Simon Glöde durch die Docks, den Containerhafen und die Speicherstadt. Dazu gab es gekühltes Flens für nur 2,50 Euro und eine unbezahlbare Aussicht auf den Sonnenuntergang über Hamburg. Simon gab einige eigene Stücke zum Besten, ein wirklich begabter junger Musiker, der interessante englische und dänische Texte zu eingängigen Melodien komponiert und spielt. Von diesem jungen Talent wird man hoffentlich noch mehr hören. Das Publikum an Bord war auf jeden Fall mehr als begeistert und das Bordpersonal hatte sichtlich Spaß an der Arbeit…
Sonnenuntergang im Containerhafen von Hamburg.
„Zollfrei“ einkaufen im Hamburger Hafen
Dann plötzlich eine laute Sirene – wir waren angelangt im vermeintlich “zollfreien Bereich” des Hamburger Hafens.
Natürlich war dies nicht ganz ernst gemeint, wie man an den oben gezeigten zollfreien Waren, bestehend aus Süßwaren, Kaffee, Likör und Zigaretten mit Steuerbanderole, sieht. Dennoch wurde das kleine Schiff letztes Jahr von den Zollbehörden aufgebracht und die Waren unter dem Lachen der Gäste an Bord sorgfältig geprüft.
Mit nordischem Charme wurde die Ware feil geboten und so konnte auch ich bei einer Tüte englischem Weingummi nicht widerstehen. Dann aber widmete ich mich wieder meiner Kamera und den tollen Motiven. Als passionierter Kreuzfahrtblogger war ich natürlich hin und weg von einer ganz besonderen Lady, welche hier vor Anker lag…
Shipspotting im Hamburg
Die wunderschöne Queen Mary 2 der Reederei Cunard Line.
Irgendwann bin ich hoffentlich auch mal Passagier auf Dir, meine schöne Queen Mary 2!
Beeindruckend, nicht wahr? Und dazu noch das Abendlicht bei Sonnenuntergang…
Seefahrerromantik pur!
Ab durch die Speicherstadt
Weiter ging es durch den Hamburger Hafen im Sonnenuntergang, vorbei an der Elbphilharmonie. Als nächster Höhepunkt wartete nun ein wenig Arbeit auf uns. Papierschiffchen basteln unter Anleitung war angesagt, die wurden dann später in der Speicherstadt zusammen mit unseren Wünschen und Träumen zu Wasser gelassen. Origami auf norddeutsch eben.
Leider wollte der lütte Kapitän Jack Bearow nicht so recht drauf passen…
Blick auf die Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg.
Ein Blick zurück auf die damalige Dauerbaustelle der Elbphilharmonie
und die beliebten Ausflugsdampfer für die große Hafenrundfahrt.
Ein Blick nach vorne, vorbei am Museumsschiff Cap San Diego.
Mehr Livemusik an Bord
Mit den letzten Sonnenstrahlen erklang dann nach über 90 Minuten Rundfahrt auch das letzte Lied an Bord, dieses mal vorgetragen von der adretten Sängerin Ina, in bester plattdeutscher Mundart:
An de Eck steiht’n Jung mit’n Tüddelband
“Jo, jo, jo, klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun,
ruck zuck övern Zaun,
ein jeder aber kann dat nich, denn he mutt ut Hamborg sien.”
Ist doch einfach, oder nich’?
Die charismatische Sängerin Ina Bredhorn hat es übrigens inzwischen weit gebracht. Mit Ihrer eigenen Rockband Deine Cousine ist sie sehr aktiv und als Sängerin für Udo Lindenberg live on stage.
Mehr zu all den anderen tollen Erlebnissen bei bestem Wetter in der schönen Hafenstadt kommt dann in einem der folgenden Berichte. Ihr dürft gespannt sein und ich für meinen Teil komme im wieder gerne nach Hamburg, meine Perle…
Ihr seid mit Teenagern in Hamburg unterwegs? Dann besucht doch mal den wirklich lesenswerten Blogbeitrag Hamburg – Tipps für einen Citytrip mit Teenagern von meiner lieben Bloggerkollegin Ellen.
Disclaimer: Die komplette Pressereise wurde vom Hotel und von der Agentur RAIKESCHWERTNER organisiert und bezahlt. Vielen Dank für das tolle Programm und die herzlich-norddeutsche Gastfreundschaft an dieser Stelle. Die Berichterstattung und meine Meinung sind dennoch wie immer offen, ehrlich und ungeschminkt.
Servus & Ahoi, hier schreibt der Kreuzfahrtblogger und Reiseblogger Daniel Dorfer, Mitglied in der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten. Früher als Crewmitglied an Bord der AIDA-Flotte auf Kreuzfahrt, inzwischen mit Familie und Hund auf Reisen um anderen Reisenden in meinem Reiseblog die Welt zu zeigen und Tipps zu geben. Hier gibt's mehr über mich...
Hallo,
schöner Bericht – schade nur das sich teilweise Bilder und Text überschneiden – auch die Abstände „Bilder zu Text“ sind nicht immer gut gelungen.
Ansonsten, schick. Liest sich gut.
MfG Webmore
Hallo Webmore,
Dankeschön – ich hoffe das mit den Überschneidungen paß jetzt.
Vielleicht hast Du aber auch einfach nur nen alten Browser? ;-)
MfG Daniel
Ein schöner Bericht, von der schönsten Stadt der Welt. ;-)
Wußtet ihr eigentlich, Hamburg hat tatsächlich mehr Brücken als Venedig. Das mußte noch mal kurz gesagt werden. ;-)
Ach Hamburg ist aber auch wirklich schön… bei den Bildern weiß ich wieder, warum ich mich hier so wohl fühle. Das nächste Mal läßt du dich dann aber auch bei uns blicken… ;-)
Waren doch mit unserem Büro an der Alster ganz bei dir in der Nähe. :-)
Viele hanseatische Grüße
und super, dass es dir so gut gefallen hat :-)
Tanja
Nette Seite, launige Texte, gute Idee. Darf dies einschätzen, weil zuweilen selbst unterwegs.