Erstveröffentlichung: Oktober 2022 | Komplett überarbeitet: Mai 2026
Ich muss gestehen, dass ich seit meiner Kindheit an Reisekrankheit leide. Schon als kleiner Junge wurde mir auf längeren Autofahrten regelmäßig schlecht, sobald ich auf der Rückbank saß. Und ich hab das bis heute, wenn ich ehrlich bin. Wenn ich hinten im Auto sitze und es wird zu warm, wenn es nach Essen oder unangenehm riecht, wenn ich vorne zu lange aufs Handy starre oder meine Frau mal wieder etwas zu sportlich über die bayerischen Alpenpässe kurvt, dann meldet sich meine Kinetose zuverlässig.
Trotzdem bin ich Kreuzfahrtblogger geworden, war als Crewmitglied auf einem Kreuzfahrtschiff angestellt und hab mittlerweile über 40 Kreuzfahrten hinter mir. Klingt widersprüchlich? Vielleicht. Aber grad deshalb kenne ich das leidige Thema Seekrankheit auf Kreuzfahrt von beiden Seiten: als Betroffener und als jemand, der auf See gearbeitet hat.
Zuletzt hat es mich vor ein paar Jahren auf der Schnellfähre von Kreta nach Santorini so richtig erwischt. Weiche Knie, Schwindel, Übelkeit, totale Lethargie. Kein schönes Gefühl, wenn man weiß, dass man da für ein paar Stunden erstmal nicht rauskommt.
Die gute Nachricht ist, dass ich in all den Jahren gelernt habe, wie sich Seekrankheit auf dem Kreuzfahrtschiff fast immer vermeiden oder zumindest schnell in den Griff kriegen lässt. Für diesen Ratgeber hab ich als Betroffener sorgfältig recherchiert, vieles selbst ausprobiert und meine Erfahrungen aus über 40 Kreuzfahrten zusammengetragen. Hier findest du alles, was du gegen Seekrankheit wissen musst. Das reicht von bewährten Hausmitteln, über die clevere Kabinenwahl bis zur richtigen Medikation.
Auf meiner letzten Kreuzfahrt an Bord der Royal Clipper wurde es am zweiten Seetag übrigens auch unerwartet sehr stürmisch, aber ich wusste von Anfang was mir gut tut und konnte sogar ganz normal zum Essen gehen… oder wanken. Wie ich das getan habe, verrate ich dir in diesem Artikel.
Was ist Seekrankheit? Ursachen einfach erklärt
Seekrankheit gehört zur Familie der sogenannten Kinetosen, also der Bewegungskrankheiten. Das gleiche Prinzip kennst du vielleicht vom Autofahren, aus dem Flugzeug oder von einer Busfahrt durch kurviges Gelände. Auf dem Schiff passiert im Grunde Folgendes. Deine Augen sehen einen stabilen Raum, zum Beispiel das Restaurant oder deine Kabine. Gleichzeitig registriert dein Gleichgewichtsorgan im Innenohr aber eine ständige Bewegung durch den Seegang. Dein Gehirn empfängt also zwei widersprüchliche Signale und kann sie nicht sauber zusammenbringen. Mediziner nennen das „Sensory Mismatch“ (Störung der Sinnesverarbeitung), und genau dieser Konflikt löst die unangenehmen Symptome aus.
Interessant ist dabei, dass nicht jeder Mensch gleich empfindlich auf diesen Sinneskonflikt reagiert. Frauen werden tendenziell schneller seekrank als Männer, Kinder zwischen 2 und 12 Jahren häufiger als Erwachsene, und wer ohnehin zu Migräne neigt, hat ebenfalls ein höheres Risiko. Auch die Tagesform spielt eine Rolle. Wer müde, gestresst oder verkatert an Bord geht, ist deutlich anfälliger. (Quelle: https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/erkrankungen/reisekrankheit-743581.html)
Was bei manchen Kreuzfahrt-Neulingen zusätzlich stark reinspielt ist die Psyche. Wer sich tagelang vorher verrückt macht und bei jedem leichten Schaukeln innerlich in Alarmbereitschaft geht, wird tatsächlich schneller seekrank. Dein Kopf kann die Symptome verstärken, bevor der Seegang das überhaupt rechtfertigt. Keine Panik also. Seekrank zu werden ist absolut keine Schande und kein Zeichen von Unerfahrenheit. Selbst langjährige Kreuzfahrer und erfahrene Seeleute kann es erwischen.
Die meisten Betroffenen gewöhnen sich übrigens innerhalb von ein bis drei Tagen an die Schiffsbewegungen. Danach verschwinden die Beschwerden oft von ganz alleine.
Die typischen Symptome bei Seekrankheit entwickeln sich meist stufenweise. Zuerst merkst du vermehrtes Gähnen und eine bleierne Müdigkeit, dazu kommen Kopfschmerzen und leichtes Frösteln oder Schweißausbrüche. Wird es stärker, folgen Schwindel, Übelkeit und im schlimmsten Fall Brechreiz bis hin zum Erbrechen. Bei schwerer Seekrankheit droht durch das Erbrechen auch eine Dehydrierung, weshalb du in solchen Fällen unbedingt den Schiffsarzt aufsuchen solltest.

Seekrankheit vorbeugen – vor der Kreuzfahrt
Gegen Seekrankheit kannst du eine Menge tun und zwar schon lange bevor du überhaupt einen Fuß aufs Schiff setzt. Die richtige Planung macht oft den entscheidenden Unterschied.
Die richtige Route und Jahreszeit wählen
Nicht jedes Fahrgebiet ist gleich anspruchsvoll für empfindliche Mägen. Als Faustregel kannst du dir merken, dass die See umso ruhiger bleibt, je geschützter das Gewässer ist. Das westliche Mittelmeer im Sommer zählt zu den entspanntesten Revieren überhaupt, ebenso die norwegischen Fjorde zwischen Juni und August oder die Karibik in den Wintermonaten. Unser Kapitän damals auf der AIDAvita nannte es immer „Badewanne“. Die Ostsee ist ebenfalls vergleichsweise gutmütig, solange du nicht grad im November fährst.
Ordentlich schaukeln kann es dagegen auf dem offenen Atlantik, besonders im Herbst und Winter. Wer eine mehrtägige Transatlantikpassage bucht, sollte wissen, dass du bei Seegang tagelang nicht von Bord kommst. Auch das Mittelmeer zeigt sich im Spätherbst und Winter von seiner ruppigen Seite und die legendäre Drake-Passage auf dem Weg zur Antarktis gilt unter Kreuzfahrern nicht umsonst als echte Bewährungsprobe.
Mein Kreuzfahrtblogger-Tipp: Wenn du dir unsicher bist, wie dein Körper auf Seegang reagiert, starte mit einer kurzen Kreuzfahrt in ruhigem Fahrwasser. Drei oder vier Tage im Mittelmeer reichen völlig, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Und wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der bucht eine Flusskreuzfahrt als sanfteste Variante. Hier wird praktisch niemand seekrank.
In einem spezialisierten Kreuzfahrt-Reisebüro kann man dich in Bezug auf Seekrankheit übrigens bestens beraten und die passende Route empfehlen.
Die optimale Kabinenlage buchen
Deine Kabine kann einen echten Unterschied machen. Die goldene Regel lautet mittschiffs und auf einem mittleren Deck. Genau dort bewegt sich das Schiff am wenigsten, weil du dich nah am Drehpunkt befindest. Je weiter du Richtung Bug oder Heck kommst, desto stärker spürst du die Stampfbewegungen. Und auf den obersten Decks schaukelt es deutlich mehr als weiter unten.
Mindestens genauso wichtig ist die Wahl der Kabinenart. Buche eine Außen- oder Balkonkabine, wenn du zu Seekrankheit neigst. Der freie Blick auf den Horizont gibt deinem Gehirn die visuelle Referenz, die es braucht, um den Sinneskonflikt auszugleichen. In einer fensterlosen Innenkabine fehlt genau das, und die Beschwerden können sich verstärken.
Klar, Balkonkabinen kosten mehr als Innenkabinen. Aber wenn du weißt, dass du empfindlich bist, ist das gut investiertes Geld für eine entspannte Reise.
Große Schiffe vs. kleine Schiffe
Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass ein Kreuzfahrtschiff umso ruhiger im Wasser liegt, je größer es ist. Ein Ozeanriese mit 300 Metern Länge und 180.000 BRZ reagiert auf zwei Meter hohe Wellen völlig anders als ein 134-Meter-Segelschiff. Das hab ich selbst erlebt, als es auf der Royal Clipper bei Seegang ordentlich zur Sache ging, während man auf der AIDAmar von vergleichbarem Wellengang kaum etwas gespürt hätte.
Dazu kommt die Technik. Moderne Kreuzfahrtschiffe sind mit Stabilisatoren ausgerüstet. Das sind ausfahrbare Flossen unterhalb der Wasserlinie, die das seitliche Rollen des Schiffes deutlich reduzieren. Gegen das Stampfen (also die Auf-und-Ab-Bewegung bei Wellengang von vorne) helfen sie allerdings wenig. Und ab einer gewissen Windstärke sind auch der besten Technik Grenzen gesetzt.
Ausgeruht an Bord gehen
Klingt banal, ist aber einer der wirksamsten Tipps gegen Seekrankheit. Geh gut erholt auf Kreuzfahrt. Dein Körper ist deutlich anfälliger für den Sinneskonflikt auf See, wenn du müde, gestresst oder verkatert bist.
Verzichte am Abend vor der Einschiffung auf Alkohol, schlaf dich ordentlich aus und versuch möglichst entspannt am Hafen anzukommen. Wer mit Jetlag und Reisestress an Bord stolpert, gibt der Seekrankheit unnötig Angriffsfläche. Falls du die Möglichkeit hast, reis einen Tag früher an und gönn dir eine ruhige Nacht am Abfahrtshafen. Dein Magen wird es dir danken.
Was hilft gegen Seekrankheit an Bord? Verhaltenstipps
Du bist an Bord, das Schiff hat abgelegt und der Seegang nimmt zu. Jetzt kommt es darauf an, wie du dich verhältst. Mit den richtigen Maßnahmen kannst du aufkeimende Seekrankheit oft stoppen, bevor sie dich richtig erwischt.

Frische Luft und Horizont fixieren
Das ist mein persönlicher Tipp Nummer eins und er funktioniert seit über 40 Kreuzfahrten zuverlässig. Geh raus an Deck und schau auf den Horizont. Die frische Seeluft tut gut und der Blick auf die gerade Linie am Horizont gibt deinem Gehirn genau die visuelle Information, die es braucht. Der Sinneskonflikt zwischen Augen und Gleichgewichtsorgan löst sich dadurch auf, weil dein Gehirn die Schiffsbewegung plötzlich „sehen“ und einordnen kann.
Bleib dabei möglichst in der Mitte des Schiffes, dort schaukelt es am wenigsten. Und wenn du magst, geh ein paar Runden übers Außendeck. Die Kombination aus Bewegung und frischer Luft wirkt oft wahre Wunder.
Was aber, wenn du in einer Innenkabine steckst und dir grad nicht nach Oberdeck zumute ist? Dann gibt es einen simplen Trick, den ich bei der Kreuzfahrtblogger-Konkurrenz entdeckt hab und den ich wirklich clever finde. Leg eine gefüllte Wasserflasche auf die Seite und beobachte den Wasserspiegel darin. Das Wasser schwappt im Rhythmus des Schiffes hin und her und erzeugt so einen künstlichen Horizont. Dein Gleichgewichtssinn bekommt dadurch eine visuelle Referenz und beruhigt sich spürbar. Klingt simpel, funktioniert aber erstaunlich gut.
Ernährung bei Seegang
Auf einem Kreuzfahrtschiff ist die Versuchung groß, sich durch sämtliche Buffets und Restaurants zu schlemmen. Wenn dein Magen aber empfindlich auf Seegang reagiert, fahr lieber eine andere Strategie und iss mehrmals am Tag kleine, leichte Portionen statt weniger großer Mahlzeiten. Ein zu voller Magen ist bei Seekrankheit genauso problematisch wie ein komplett leerer.
Verzichte bei Seegang auf fettiges Essen, Alkohol und Nikotin. Alle drei belasten deinen Körper zusätzlich und machen dich deutlich anfälliger für Übelkeit. Auch auf histaminhaltige Lebensmittel wie Salami, Thunfisch, gereiften Käse und Rotwein solltest du besser verzichten. Histamin kann die Symptome der Seekrankheit verstärken, weil dein Körper bei Seegang ohnehin schon vermehrt Histamin ausschüttet. (Quelle: https://www.maritimemedizin.de/maritime-medizin/wissenschaftliche-projekte.html)
Greif stattdessen lieber zu leichter Kost, trink viel Wasser und bedien dich am Obst. Auf den meisten Kreuzfahrtschiffen findest du rund um die Uhr frisches Obst und leichte Snacks, das ist in der Regel kein Problem.
Bildschirme und Bücher meiden
Kennst du das Gefühl, wenn dir beim Lesen auf der Rückbank im Auto übel wird? Auf dem Schiff passiert genau das Gleiche, nur intensiver. Wenn du unter Deck sitzt und auf dein Smartphone, ein Buch oder den Laptop starrst, sehen deine Augen etwas Unbewegtes, während dein Gleichgewichtsorgan die Schiffsbewegung registriert. Der Sinneskonflikt wird dadurch massiv verstärkt.
Mein Rat dazu. Sobald sich der erste Schwindel bemerkbar macht, leg das Handy weg und klapp das Buch zu. Wenn du dich ablenken willst, greif stattdessen zu einem Hörbuch, Podcast oder Musik über Kopfhörer. Die akustische Ablenkung funktioniert gut, ohne den Sinneskonflikt zu verschärfen. Bestück dein Smartphone am besten schon vor der Abreise mit ein paar guten Playlists oder einer spannenden Hörbuch-Serie.
Hinlegen, Augen schließen, Raum abdunkeln
Wenn es dich trotz allem erwischt, dann ab in die Kabine. Leg dich hin, verdunkle den Raum und stell die Klimaanlage auf kühl. Dann schließ die Augen. In der Dunkelheit fallen die widersprüchlichen visuellen Reize komplett weg, und dein Gehirn muss nur noch die Bewegung verarbeiten. Das Hinlegen verhindert zusätzlich das Drehgefühl, das die Übelkeit im Stehen oft verschlimmert.
Und falls du dabei einschläfst ist das umso besser. Im Schlaf schaltet sich dein Gleichgewichtssinn weitgehend ab und nach dem Aufwachen geht es den meisten Betroffenen schon deutlich besser. Eine Schlafmaske kann dabei helfen, den Raum noch effektiver abzudunkeln.
Strenge Gerüche meiden
Ein oft unterschätzter Punkt sind Gerüche. Unangenehme Düfte können Seekrankheit schlagartig auslösen oder verschlimmern. Abgase auf dem Achterdeck, der Fettdunst aus der Fritteuse, stickige Luft in vollen Veranstaltungsräumen oder der Schweißgeruch im Fitnessstudio an Bord können bei empfindlichen Menschen den entscheidenden Ausschlag geben. Auch Zigarettenrauch in den Raucherbereichen ist kontraproduktiv.
Wenn du merkst, dass dein Magen rebelliert, dann meide solche Bereiche konsequent und such dir stattdessen einen Platz mit frischer Luft.
Hausmittel und natürliche Hilfen gegen Seekrankheit
Bevor du zur Tablette greifst, lohnt sich ein Blick auf die sanfteren Alternativen. Einige davon nutze ich seit Jahren selbst und kann sie aus eigener Erfahrung empfehlen.
Ingwer – das bewährteste Hausmittel
Ingwer wird seit Jahrhunderten gegen Übelkeit eingesetzt, und das aus gutem Grund. Die scharfe Knolle enthält Wirkstoffe wie Gingerol und Shogaol, die nachweislich beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt wirken. Für mich persönlich ist Ingwer das Mittel der Wahl bei Seekrankheit und zwar vorbeugend. (Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ingwer-zur-arzneipflanze-des-jahres-gekuert-161656/)
Während meiner Zeit als Crewmitglied an Bord hab ich regelmäßig Ingwerbonbons gelutscht, sobald unruhigere See angekündigt war. Nicht erst, wenn mir schon flau wurde, sondern zwei bis vier Stunden vorher. Und tatsächlich hatte ich selbst bei stürmischer See damit keine ernsthaften Probleme. Das ist bis heute meine erste Verteidigungslinie gegen die Seekrankheit geblieben.
Neben Ingwerbonbons helfen auch Ginger Ale an der Bar, frischer Ingwertee oder kandierter Ingwer. Denk beim Kofferpacken für die Kreuzfahrt also unbedingt an ein Tütchen Ingwerbonbons für die Reiseapotheke.
Wichtig: Bei Magengeschwüren oder Gallensteinen solltest du Ingwer meiden. Sprich im Zweifel vor der Reise kurz mit deinem Hausarzt.
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Akupressur und Sea-Bands
Etwa drei Fingerbreit unterhalb deines Handgelenks, an der Innenseite des Unterarms, liegt der sogenannte Nei-Kuan-Punkt (P6). Er sitzt genau zwischen den zwei dicksten Sehnen. Wenn du dort mit dem Daumen für etwa eine Minute gleichmäßigen Druck ausübst (Akupressur), kann das Übelkeit lindern. Wiederhole das anschließend am anderen Arm.
Wer sich das nicht ständig selbst machen will, kann auf Akupressur-Bänder für das Handgelenk zurückgreifen. Die bekanntesten davon sind die Sea-Bands. Das sind elastische Bänder mit einer kleinen Kunststoffnoppe, die genau auf den P6-Punkt drückt. Es gibt sie in verschiedenen Größen, auch für Kinder. Online bekommst du sie günstiger, aber auch in den Bordshops vieler Kreuzfahrtschiffe sind sie erhältlich.
Ich will ehrlich zu dir sein. Bei mir hat das damals beim Whale Watching vor Boa Vista auf den Kapverden leider nicht geholfen. Allerdings hab ich die Bänder vermutlich auch zu spät angelegt, nämlich als die Übelkeit schon da war. Viele Kreuzfahrer schwören trotzdem drauf und der große Vorteil ist, dass du deinem Körper keinerlei Substanzen zuführen musst. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
100-Hertz-Ton – der Geheimtipp aus der Forschung
Dieser Tipp klingt im ersten Moment ungewöhnlich, ist aber wissenschaftlich fundiert. Wenn du vor Reiseantritt etwa eine Minute lang einen 100-Hz-Ton mit rund 80 Dezibel über Kopfhörer hörst, kann das die Symptome der Seekrankheit deutlich reduzieren. Der tiefe Brummton stimuliert dein Gleichgewichtsorgan im Innenohr und hilft ihm, sich besser auf den kommenden Sinneskonflikt bei Seegang einzustellen.
Getestet wurde das in einer Studie der Universität Nagoya. Die Probanden, die den Ton vor einer Bewegungssimulation gehört hatten, litten signifikant weniger unter Reiseübelkeit als die Kontrollgruppe. Ganz ohne Medikamente und ohne Nebenwirkungen.
Den passenden Ton in der richtigen Frequenz findest du hier:
100-Hertz-Ton-Generator gegen Seekrankheit / Reisekrankheit
Eine Minute hören · Wirkung bis zu zwei Stunden
Ziellautstärke laut Studie: 80 bis 85 Dezibel. Tatsächliche Lautstärke hängt von Gerät und Kopfhörern ab. Faustregel ohne Messgerät: Stell die Lautstärke auf etwa 70 bis 80 Prozent des Maximums deines Geräts ein, dann liegst du erfahrungsgemäß im empfohlenen Bereich von 80 bis 85 dB.
So nutzt du den 100-Hertz-Ton richtig
- Kopfhörer aufsetzen (empfohlen für beste Wirkung)
- Lautstärke auf angenehmes Niveau einstellen
- Vor der Reise oder vor starkem Seegang anwenden
- Eine Minute lang konzentriert zuhören
- Wirkung hält laut Studie bis zu zwei Stunden
- Bei Bedarf wiederholen
- Bei Unwohlsein oder Tinnitus sofort stoppen
Basiert auf einer Studie der Universität Nagoya (2025). Ersetzt keine medizinische Beratung.
Einfach Kopfhörer auf, eine Minute abspielen und fertig. Bei mir war das einer der hilfreichen Faktoren bei der letzten Kreuzfahrt auf einem Windjammer. Ob das bei jedem gleich gut wirkt, muss sich noch zeigen, die Forschung ist noch relativ jung. Aber als kostenlose und nebenwirkungsfreie Methode finde ich das allemal einen Versuch wert. Speicher dir den Link am besten schon vor der Kreuzfahrt auf deinem Smartphone.
Übrigens hat auch Samsung den Ansatz aufgegriffen und mit der kostenlosen Hearapy App eine eigene Variante davon entwickelt. Sie ist auf die Galaxy Buds4 Pro abgestimmt, der Funktionsumfang bleibt aber der gleiche wie beim freien Online-Tool. Entscheidend ist letztlich der Ton selbst, nicht die App drumherum. Wer ordentliche Kopfhörer mit sauberem Tieftonbereich besitzt, kommt mit dem neuroninshape-Tool genauso ans Ziel.
Homöopathische Mittel
Zu den in der Kreuzfahrt-Community häufig genannten homöopathischen Mitteln gegen Seekrankheit gehören Cocculus LM 12, Tabacum LM 12 oder Nux Vomica in den Potenzen D12 oder D30, dazu Vertigo Heel und die Original Bach RESCURA Tropfen (ehemals Bachblüten Rescue Tropfen). Da jeder Mensch anders auf diese Globuli reagiert, empfiehlt es sich, eine kleine Auswahl in der Reiseapotheke dabei zu haben und vorab auszuprobieren, was individuell am besten anschlägt.
Transparenz-Hinweis: Die Wirksamkeit homöopathischer Mittel ist wissenschaftlich nicht belegt. Es gibt bislang keine hochwertigen klinischen Studien, die eine Wirkung über den Placeboeffekt hinaus nachweisen konnten. Viele Kreuzfahrer berichten dennoch von positiven Erfahrungen damit und wer darauf vertraut, kann sie ergänzend einsetzen. Verlassen solltest du dich allerdings nicht ausschließlich darauf, besonders wenn du weißt, dass du stark zu Seekrankheit neigst. Wie bei allen Mitteln gilt auch hier, sprich vorher kurz mit deinem Hausarzt.
Medikamente gegen Seekrankheit – was wirklich wirkt
Wenn Hausmittel und Verhaltenstipps nicht ausreichen, gibt es eine ganze Reihe wirksamer Medikamente gegen Seekrankheit. Vom rezeptfreien Kaugummi bis zum verschreibungspflichtigen Pflaster. Am besten wirken alle diese Mittel vorbeugend, also 30 bis 60 Minuten vor den ersten ernsthaften Symptomen. Wer erst zur Tablette greift, wenn die Übelkeit voll da ist, verschenkt einen Großteil der Wirkung.
Rezeptfreie Mittel mit Dimenhydrinat
Der bewährteste Wirkstoff gegen Seekrankheit heißt Dimenhydrinat und steckt in den meisten rezeptfreien Präparaten, die du in der Apotheke bekommst. Aus eigener Erfahrung kann ich zwei Produkte empfehlen:
- Superpep Reise-Kaugummi ist mein Favorit für unterwegs. Der Wirkstoff wird über die Mundschleimhaut aufgenommen und wirkt dadurch relativ schnell. Praktischer Nebeneffekt ist, dass das ständige Kauen von Kaugummis gegen Seekrankheit den gestressten Kopf ein bisschen ablenkt. Gibt es auch für Kinder ab 6 Jahren.
- Vomex A Dragees sind der Klassiker und wirken zuverlässig, brauchen aber etwas länger bis zum Wirkungseintritt. Alternativ gibt es Reisetabletten von ratiopharm oder STADA mit dem gleichen Wirkstoff.
Wichtiger Hinweis: Dimenhydrinat macht müde. Teilweise richtig müde. Überleg dir also gut, ob du das Mittel nehmen willst, wenn du eigentlich den Landausflug genießen möchtest. Oft dauert die Nebenwirkung länger an als die Seekrankheit selbst. Halte dich unbedingt an die Dosierungsempfehlung in der Packungsbeilage und verzichte bei der Einnahme komplett auf Alkohol.
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Brille gegen Seekrankheit
Ein eher ungewöhnliches Hilfsmittel sind spezielle Anti-Motion-Sickness-Brillen. Die Brillen haben ringförmige Gläser, die mit einer farbigen Flüssigkeit gefüllt sind. Diese Flüssigkeit bewegt sich bei Seegang mit und erzeugt so im peripheren Sichtfeld einen künstlichen Horizont. Dein Gehirn bekommt dadurch eine visuelle Referenz für die tatsächliche Bewegung, ähnlich wie beim Blick auf den echten Horizont.
Persönlich getestet hab ich diese bisher noch nicht, deshalb kann ich dir keine persönliche Einschätzung geben. Der Vorteil wäre aber, dass du deinem Körper keine Wirkstoffe zuführen musst. Online findest du verschiedene Modelle ab etwa 15 bis 30 Euro.
Elektrisches Reliefband
Eine medikamentenfreie, aber deutlich kostspieligere Alternative ist das sogenannte Reliefband. Das ist ein elektronisches Armband, das leichte elektrische Impulse an den Nei-Kuan-Punkt am Handgelenk sendet, quasi eine High-Tech-Version der Akupressur.
Mein geschätzter Kreuzfahrtblogger-Kollege Franz Neumeier hat das auf cruisetricks.de ausführlich getestet. Die Ergebnisse waren durchwachsen. Ob einem das je nach Modell zwischen 50 und 200 Euro wert ist, muss jeder für sich entscheiden.
Verschreibungspflichtige Mittel: Scopolamin
Wenn gar nix anderes mehr hilft, gibt es mit Scopolamin den stärksten verfügbaren Wirkstoff gegen Seekrankheit. Er wird entweder als Pflaster hinter dem Ohr (Handelsname Scopoderm) oder als Spritze beim Schiffsarzt verabreicht. Scopolamin ist sehr wirksam, hat aber auch deutliche Nebenwirkungen, darunter Mundtrockenheit, Sehstörungen, Schläfrigkeit und in seltenen Fällen Verwirrtheit.
Mein Kreuzfahrtblogger-Tipp: Sprich bereits vor der Kreuzfahrt mit deinem Hausarzt darüber und lass dir das Pflaster für den Notfall verschreiben. So sparst du dir die hohen Kosten einer Behandlung an Bord, und dein Arzt kann einschätzen, ob Scopolamin für dich überhaupt infrage kommt.
Antihistaminika und Vitamin C
Ein spannender Ansatz, der in der Kreuzfahrt-Community immer mehr Aufmerksamkeit bekommt, ist der Zusammenhang zwischen Histamin und Seekrankheit. Die Theorie dahinter geht so. Wenn dein Gleichgewichtssinn bei Seegang durcheinandergerät, schüttet dein Körper vermehrt Histamin aus. Dieses Histamin verstärkt dann die typischen Symptome wie Übelkeit und Schwindel.
Antihistaminika können diesen Kreislauf durchbrechen. Tatsächlich basieren viele klassische Mittel gegen Seekrankheit (wie das bereits erwähnte Dimenhydrinat) auf einem antihistaminischen Wirkmechanismus.
Auch einfaches Vitamin C soll den Histaminspiegel im Körper senken und so vorbeugend gegen Seekrankheit wirken. Statt Tabletten kannst du auch einfach zu Zitrusfrüchten, Paprika oder schwarzen Johannisbeeren greifen, die findest du in praktisch jedem Bordrestaurant.
Dieser Zusammenhang wird aktuell noch erforscht, die Studienlage ist also nicht abschließend. Wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, findet hier weiterführende Informationen: https://www.maritimemedizin.de/maritime-medizin/wissenschaftliche-projekte.html. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Studienlage findest du bei https://medizin-transparent.at/reisekrankheit-vitamin-c/.
Hilfe an Bord: Rezeption und Schiffsarzt
Falls du ohne Medikamente an Bord gegangen bist und die Seekrankheit dich kalt erwischt, dann keine Panik. An der Rezeption vieler Kreuzfahrtschiffe bekommst du auf freundliche Nachfrage einfache Mittel gegen Seekrankheit. Bei AIDA, MSC, Costa und TUI Mein Schiff ist man auf solche Anfragen bestens vorbereitet.
Bei amerikanischen Reedereien wie NCL, Royal Caribbean, Disney Cruises oder Carnival bekommt man aufgrund anderer pharmazeutischer Vorschriften in den USA teilweise stärkere Mittel. Also bitte vorsichtig dosieren, wenn du dort etwas an der Rezeption bekommst.
Wird die Seekrankheit richtig heftig, hilft der Schiffsarzt weiter. In den bordeigenen Hospitälern kennt man sich mit Seekrankheit bestens aus und kann mit Infusionen, Spritzen oder verschreibungspflichtigen Medikamenten schnell Abhilfe schaffen. Beachte allerdings einen wichtigen Punkt. Da die Bordhospitäler keine Apothekenlizenz haben, bekommst du Medikamente nur nach einer kostenpflichtigen ärztlichen Konsultation.
Die Kosten dafür übernimmt eine vor der Kreuzfahrt abgeschlossene Auslandskrankenversicherung. Lass dir an Bord einfach eine detaillierte Rechnung ausstellen und reich sie zuhause bei deiner Versicherung ein. In der Regel werden die Behandlungskosten vollständig erstattet.
Die wichtigsten Maßnahmen gegen Seekrankheit auf einen Blick

Seekrankheit bei Kindern – was Eltern wissen müssen
Wer eine Kreuzfahrt mit Kindern plant und sich Sorgen wegen Seekrankheit macht, kann erstmal durchatmen. Denn die Altersgruppen sind unterschiedlich stark betroffen.
Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren werden tatsächlich nur sehr selten seekrank. Der Grund dafür liegt in der körperlichen Entwicklung. Ihre Sinnesorgane und das Gleichgewichtssystem im Innenohr sind noch nicht vollständig ausgereift. Der typische Sinneskonflikt, der bei Erwachsenen Übelkeit auslöst, entsteht bei den ganz Kleinen daher kaum.
Anders sieht es bei Kindern zwischen 2 und 12 Jahren aus. In dieser Altersgruppe ist die Anfälligkeit für Seekrankheit sogar höher als bei Erwachsenen. Das Gleichgewichtsorgan ist fertig entwickelt und reagiert empfindlich, aber die Fähigkeit des Gehirns, widersprüchliche Sinneseindrücke auszugleichen, ist noch nicht so trainiert wie bei einem Erwachsenen. (Quelle: https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/erkrankungen/reisekrankheit-743581.html – Abschnitt zu Kindern)
Als Vater von zwei Kindern kenne ich die Situation, wenn es dem Nachwuchs auf einmal nicht gut geht. Ein paar praktische Tipps, die bei uns funktionieren:
- Viel frische Luft. Geht mit den Kids so oft wie möglich an Deck. Kinder, die draußen herumtoben und den Horizont sehen, werden deutlich seltener seekrank als Kinder, die unter Deck vorm Bildschirm hängen.
- Ablenkung ist Gold wert. Ob Kinderprogramm an Bord, ein Hörspiel über Kopfhörer oder einfach gemeinsames Entdecken auf dem Außendeck. Alles, was die Aufmerksamkeit vom flauen Gefühl im Magen weglenkt, hilft.
- Nicht in der Kabine lesen lassen. Was für Erwachsene gilt, gilt für Kinder erst recht. Tablets und Bücher unter Deck bei Seegang sind eine sichere Methode, den Nachwuchs seekrank zu machen.
Falls die Seekrankheit doch zuschlägt, helfen bei Kindern Vomex A Sirup oder Vomex A Zäpfchen schnell und zuverlässig. Achte unbedingt auf die altersgerechte Dosierung in der Packungsbeilage und besprich die Einnahme im Zweifel vorab mit dem Kinderarzt. Auch die Superpep Reise-Kaugummis sind für Kinder ab 6 Jahren zugelassen. Sea-Bands für Kinder gibt es ebenfalls und diese sind als medikamentenfreie Alternative einen Versuch wert.

Landkrankheit – wenn nach der Kreuzfahrt alles schwankt
Ein Phänomen, das viele Kreuzfahrer überrascht, ist die Landkrankheit. Du gehst nach Tagen auf See von Bord, stehst auf festem Boden und trotzdem fühlt sich alles an, als würde es noch schwanken. Der Boden scheint zu wippen, du greifst instinktiv nach dem Geländer und beim Einschlafen im Hotelbett hast du das Gefühl, als wärst du noch auf dem schwankenden Schiff.
Das nennt sich Mal de Débarquement, auf Deutsch schlicht Landkrankheit, und ist das exakte Gegenstück zur Seekrankheit. Dein Gleichgewichtsorgan hat sich tagelang an die Schiffsbewegungen angepasst und braucht jetzt ein bisschen Zeit, um sich wieder an festen Boden zu gewöhnen. (Quelle: https://www.neurologienetz.de/fachliches/erkrankungen/neuro-muskulaere-erkrankungen-2/vorlage-erkrankung-1-1-9)
Ich kenne das selbst nach längeren Kreuzfahrten. Nach meinen ersten Seetagen als Crewmitglied hab ich abends im Bett noch das Schaukeln gespürt, obwohl das Schiff längst im Hafen lag. Das ist völlig normal und absolut harmlos. Bei den meisten verschwindet das Gefühl innerhalb weniger Stunden, selten dauert es mal ein bis zwei Tage. Falls die Symptome länger als eine Woche anhalten, sprich sicherheitshalber mit deinem Hausarzt.
Mein persönliches Fazit
Nach über 40 Kreuzfahrten, etlichen Seetagen als Crewmitglied und einer lebenslangen Karriere als Reisekranker kann ich dir eines versichern. Seekrankheit ist kein Grund, auf eine Kreuzfahrt zu verzichten. Die allermeisten Passagiere haben keinerlei Probleme an Bord und selbst wer wie ich empfindlich reagiert, bekommt das mit der richtigen Vorbereitung in den Griff.
Fang mit den einfachen Dingen an. Die richtige Kabine, leichte Kost, Ingwerbonbons in der Tasche. Und falls es dich doch mal erwischt, gibt es an Bord jede Menge Hilfe. Vom Sea-Band über Superpep bis zum Schiffsarzt.
Lass dich von der Angst vor Seekrankheit nicht davon abhalten, die Welt vom Wasser aus zu entdecken. Es lohnt sich!
Meine Helfer auf der letzten Kreuzfahrt an Bord der Royal Clipper war übrigens eine Kombination aus mehreren Methoden. In der abgedunkelten Kabine liegen und dabei einen Film auf dem Notebook gucken, zwischendurch ab und zu der 100 Hz Ton für eine Minute hören und leichtes Essen aus der Schiffskombüse.
Weitere hilfreiche Links zum Thema Seekrankheit im Internet
- https://de.wikipedia.org/wiki/Reisekrankheit
- https://www.seenotretter.de/magazin/vor-seekrankheit-ist-niemand-gefeit
- https://www.ds.mpg.de/76273/49
FAQ – Häufige Fragen zu Seekrankheit auf Kreuzfahrt
Wird man auf großen Kreuzfahrtschiffen seekrank?
Eher selten. Große, moderne Kreuzfahrtschiffe mit 200 Metern Länge und mehr liegen sehr ruhig im Wasser und verfügen über Stabilisatoren, die das seitliche Rollen deutlich reduzieren. Bei leichtem bis mittlerem Seegang spürst du auf einem solchen Schiff oft gar nichts. Bei Windstärke 8 oder mehr kann es aber auch auf dem größten Ozeanriesen ordentlich schaukeln.
Wie lange dauert Seekrankheit auf dem Kreuzfahrtschiff?
In den allermeisten Fällen gewöhnt sich dein Körper innerhalb von ein bis drei Tagen an die Schiffsbewegungen. Danach verschwinden die Beschwerden häufig von ganz alleine. Bei einer kurzen Kreuzfahrt von drei oder vier Tagen kann es allerdings passieren, dass du dich grad an den Seegang gewöhnt hast, wenn die Reise schon wieder vorbei ist.
Welches Medikament hilft am besten gegen Seekrankheit?
Rezeptfrei und bewährt ist Dimenhydrinat als Tablette (Vomex) oder Kaugummi (Superpep).
Am wirksamsten, aber verschreibungspflichtig ist Scopolamin als Pflaster (Scopoderm).
Beide Wirkstoffe haben Nebenwirkungen, vor allem Müdigkeit. Sprich am besten vor der Reise mit deinem Hausarzt, welches Mittel für dich infrage kommt.
Kann man Seekrankheit vorbeugen?
Ja und das ist sogar der beste Ansatz. Die wichtigsten Maßnahmen sind eine Kabine mittschiffs auf einem mittleren Deck, eine histaminarme Ernährung, der Verzicht auf Alkohol und Nikotin, ausgeruht an Bord gehen und bei Bedarf vorbeugend Ingwer oder Medikamente einnehmen.
Hilft Ingwer wirklich gegen Seekrankheit?
Ja, Ingwer wirkt! Aus meiner eigenen Erfahrung als Crewmitglied kann ich das bestätigen. Ingwerbonbons vorbeugend gelutscht, haben mir selbst bei stürmischer See zuverlässig geholfen. Am besten zwei bis vier Stunden vor dem erwarteten Seegang damit anfangen.
Welche Kreuzfahrtroute hat am wenigsten Seegang?
Die ruhigsten Gewässer findest du im westlichen Mittelmeer im Sommer, in der Karibik zwischen Dezember und April und in den norwegischen Fjorden im Sommer. Auch die Ostsee ist vergleichsweise gutmütig. Wer komplett auf Nummer sicher gehen will, für den ist eine Flusskreuzfahrt die beste Wahl. Dort wird praktisch niemand seekrank.
Weitere hilfreiche Artikel für deine Kreuzfahrt-Vorbereitung:
- Koffer-Packliste für die Kreuzfahrt
- Reiseapotheke – was muss mit?
- Kreuzfahrt mit Kindern – alles was du wissen musst
- Kreuzfahrt-Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene
- Auslandskrankenversicherung für die Kreuzfahrt
Disclaimer: Dieser Beitrag über Seekrankheit wurde in keiner Form gesponsert. Sämtliche Tipps wurden sorgsam recherchiert und zum Großteil selbst auf mehr als 40 Kreuzfahrten, Fähren und sowie zahlreichen Ausflugsbooten erprobt. Das Bild im Header stammt von Maridav / shutterstock.com.
Daniel Dorfer ist Reisejournalist, Mitglied in der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ) und Gründer von fernwehblog.net. Als erfahrener Reiseblogger und Kreuzfahrtblogger hat er in den vergangenen Jahren über 40 Länder bereist und mehr als 40 Kreuzfahrten erlebt, teilweise sogar aus einer besonderen Perspektive als Crew-Mitglied. Genau diese Mischung aus journalistischem Blick, eigener Reiseerfahrung und ehrlicher Praxis macht seine Texte so wertvoll für Urlauber, die verlässliche Informationen statt leerer Versprechen suchen.
Auf fernwehblog.net schreibt Daniel Dorfer über Kreuzfahrten, Städtereisen, Familienurlaub, Reisetipps und Ausflüge. Seine Beiträge verbinden persönliche Erfahrungen mit nützlichem Wissen für die Reiseplanung, vom ersten Vergleich über die Buchung bis zu praktischen Tipps für unterwegs. Im Mittelpunkt stehen dabei authentische Empfehlungen für ganz normale Urlauber, die ihre Reise besser vorbereiten, typische Fehler vermeiden und vor Ort mehr erleben möchten.
Ob Kreuzfahrt Tipps, ehrliche Erfahrungsberichte, Empfehlungen für Reiseziele oder alltagstaugliche Ratgeber für Urlaub und Familienreisen: Daniel Dorfer zeigt, worauf es wirklich ankommt. So finden Leser auf seinem Reiseblog und Kreuzfahrtblog Inspiration, Orientierung und hilfreiche Informationen aus erster Hand. Mehr erfahren


Da kann ich so mitfühlen, danke für die Tipps;)
Vielen Dank für diese Information, mir wird beim Fliegen oft schlecht und es nervt wirklich, wenn man ans Reisen denkt.