“Wir schlafen sämtlich auf Vulkanen.” (Johann Wolfgang von Goethe)
Auf Lanzarote sind es derer gleich 117 und unter der Erde brodelt es noch immer mächtig. Daher werden natürlich jede Menge Touren zu den Kratern angeboten, insbesondere in den Nationalpark Timanfaya. Und was man dort und im Westen der Insel sonst noch so zu sehen bekommt zeig ich Euch jetzt in den kommenden Bildern. Leider blieb der Bus nicht an allen sehenswerten Punkten stehen und so sind einige Bilder im Vorbeifahren entstanden.
Treffpunkt der Kratertour am Marktplatz von Yaiza.
Erste Ausblicke auf die faszinierende Kraterlandschaft –
die war bereits Kulisse für zahlreiche Filme und Werbespots.
Willkommen im Nationalpark Timanfaya.
Mit dem richtigen Farbfilter könnte man auch auf dem Mars sein.
Hier wird heißes Gestein verteilt, erhitzt nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche.
Vulkane zum Anfassen – heiße Sache das!
Etwas tiefer unter der Erde reicht die Hitze ganz locker um einen Strohballen zu entzünden.
Und auch so ein künstlicher Geysir ist einfach zu bauen:
Loch in die Erde, Rohr hinein, Wasser reinkippen, schnell weg
und drei Sekunden später dampft es dann gewaltig…
Im Restaurant El Diabolo wird das Essen dann auf einem vulkanisch geheizten Grill zubereitet. Das dauert dann bei etwa 400° Celsius zwar etwas länger, aber diese schonende Art der Garung sorgt für den besonderen Geschmack.
Der Künstler César Manrique hat dieses Gebäude 1970 eröffnet und drum herum gleich den Nationalpark gestaltet. Sehr umweltfreundlich wird man hier mit den Bussen durch den Park gefahren und kann nicht aussteigen. So blieb dieses einmalige Stück Natur bisher auch so gut erhalten.
Vulkanische Hinterlassenschaften wohin man auch schaut…
Erkaltete Lava formt bizarre Gesteinsformationen – direkt vor dem Reisebus-Fenster.
Man könnte fast glauben der erste Mensch hier zu sein…
…wie Neil Armstrong 1969 auf dem Mond – wäre da nicht der blaue Himmel.
Blick auf das Restaurant El Diabolo und die Vulkanlandschaft von Lanzarote.
Weiter ging es zu “El Golfo”, der grünen Lagune,
einem eingestürzten Vulkankrater am Meer.
Einzellige Algen sorgen in dieser Salzwasser-Lagune für die einmalig grüne Färbung.
Aber auch der wilde Strand nebenan ist einen Besuch wert.
Nächster Stopp:
Los Hervideros, auch der Kochtopf genannt, denn hier brodelt und sprudelt es besonders wild, wenn in einem ehemaligen Lavatunnel die Wassermassen aus dem Atlantik aufeinander prallen.
Prädikat Sehenswert!
Der Anblick der zerklüfteten Lavaküste von vorne…
…und der Blick von oben in das aufgewühlte Wasser.
Salinas de Janubio – hier wird natürliches Meersalz aus dem Atlantik gewonnen…
…und unter anderem als besonders hochwertiges Fleur de Sel geerntet.
Zum Abschluss der Tour winkte noch eine Kostprobe des vulkanischen Weins der Insel.
Angebaut werden die Weinreben im Weinanbaugebiet Lanzarote in den typischen Trichtern, damit die Wurzeln besser an die fruchtbare und mineralhaltige Vulkanerde kommen und vor dem stets wehenden Wind geschützt sind.
Ähnlich wie auf Santorini gibt es den Wein gibt es dann in den Geschmacksrichtungen Essig (Weißwein Malvasia de Sitges) und Zuckerwasser (Rotwein Listán Negro) – dazwischen war da irgendwie nix…
Interessant und lehrreich war diese Kratertour auf jeden Fall, auch wenn die deutsche Reiseleitung von TUI wohl eher eine frühpensionierte, stets leicht entnervt wirkende Lehrkraft war, die alle lehrreichen Sätze zur Sicherheit noch einmal wiederholte. Als wären die Erwachsenen im Bus eine Klasse aufsässiger Halbwüchsiger. Das muß man schon packen, so einen Tag lang. Aber es gibt auch noch gute Reiseleiterinnen, mehr dazu im Beitrag zur nächsten Tour.
Übrigens wurden wieder einmal alle Bilder mit der handlichen Canon PowerShot N gemacht. Im Kreativmodus schafft das kleine Zauberding wirklich tolle Fotos.
Servus & Ahoi, hier schreibt der Kreuzfahrtblogger und Reiseblogger Daniel Dorfer, Mitglied in der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten. Früher als Crewmitglied an Bord der AIDA-Flotte auf Kreuzfahrt, inzwischen mit Familie und Hund auf Reisen um anderen Reisenden in meinem Reiseblog die Welt zu zeigen und Tipps zu geben. Hier gibt's mehr über mich...