Cartagena in Spanien – 3. bemerkenswerte Etappe der AIDAmar Familien-Kreuzfahrt



Die dritte bemerkenswerte Etappe der neuntägigen Kreuzfahrt an Bord der AIDAmar im Februar 2020. Unterwegs auf eigene Faust in Cartagena in der Region Murcia in Spanien. Unsere zweite Hochseekreuzfahrt als Familie und Dank Corona für lange Zeit wohl leider auch die letzte…

Seetag an Bord der AIDAmar

Nach der Passage der Straße von Gibraltar lag ausgedehnter Seetag lag zwischen unserem letzten Hafen Lissabon und dem nächsten Zwischenstopp Cartagena in Spanien.

Genau das Richtige um all die Eindrücke zu verarbeiten, die Seele etwas baumeln zu lassen und ein paar Schnappschüsse von unserem schönen Kreuzfahrtschiff der AIDAmar zu machen.

Bei strahlendem Sonnenschein und gut 20 Grad Celsius im Februar tat die frische Seeluft richtig gut. Mit gutem Essen und dem Angebot für Kinder an Bord genossen wir den Tag auf See und tankten etwas Energie für die kommende Destination auf.

Ankunft in Cartagena, Spanien

Am nächsten Morgen liefen wir pünktlich in den Hafen von Cartagena in der spanischen Provinz Murcia ein. Der Frühling hatte so nah an Afrika längst sein blaues Band durch die Lüfte flattern lassen und so brauchten wir nicht einmal eine Jacke für unseren Landgang.  Vom Liegeplatz aus konnte man wieder direkt zu Fuß in die Altstadt spazieren. Neben dem Denkmal Monumento a los Héroes de Cavite y Santiago de Cuba für gefallene Krieger…

..wurde hier auch ganz speziell den Matrosen gedacht. Das ist auch kein Wunder, denn liegt Spaniens größte Marinebasis am Mittelmeer.

Durch die Altstadt von Cartagena

Im Palacio Consistorial wartet unter anderem die lokale Tourist Info mit einem Büro.

Schnell waren wir drin im teilweise noch recht verschlafenen Städtchen. Hier im Süden machen die Restaurants, Cafes und Läden erst etwas später auf, doch zumindest die Kirche war schon geöffnet.

Darstellung der Kreuzabnahme Jesu in der Kirche Iglesia Castrense de Santo Domingo.

Architektonisches Meisterwerk aus dem Jahr 1916: Das Gran Hotel de Cartagena.

Wir fanden einen kleinen Supermarkt und stockten unsere Wasservorräte etwas auf. Auch ein paar Snacks für den langen Tag wanderten in den Rucksack. Vor der Rückkehr zum Kreuzfahrtschiff wollten wir auf jeden Fall noch weitere Getränke kaufen, denn etwas sparen auf Kreuzfahrt schadet nicht – dann bleibt mehr Geld fürs  Shopping übrig.

Streetart auf spanisch

Vorbei an vielen kunstvoll bunt bemalten Mauern und Wänden ging es durch die engen Gassen direkt ins alte römische Imperium. Fast 2000 Jahre zurück in der Zeit…

Das Teatro Romano de Cartagena

(Zum Vergrößern einfach anklicken.)

Über einige steile Treppen, vorbei an eindrucksvollen Ruinen aus längst vergangener Zeit, führte uns der Weg an den oberen Rand des Römischen Theaters aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. 1987 wurde das beeindruckende Bauwerk entdeckt und seit 2008 ist es zugänglich für die Öffentlichkeit. Angeboten werden hier öffentliche Führungen mit mehrsprachigen Guides und ein Besuch im Museum. Dort ausgestellt sind die zahlreichen sehenswerten Fundstücke welche bei den Ausgrabungen zu Tage traten. Mehr Informationen warten online:

Wer wie wir für das Teatro Romano de Cartagena keinen Eintritt zahlen und nicht zwingend ins Museum will, kann das Theater aber auch recht gut von außen bewundern.

Im Gegensatz zum Kolosseum in Rom, der Arena di Verona oder der Arena in Pula wurde dieses Theater aus dem Berg gehauen, genauso wie das Odeon des Herodes Atticus an der Akropolis in Athen.

Auf der Festung Castillo de la Concepción

Unser Weg führte noch weiter bergauf, wir wollten die Stadt von ganz oben bewundern, fast schon aus der Vogelperspektive. Vorbei an den hier frei laufenden Pfauen wanderten wir also hinauf zur Festung Castillo de la Concepción.

Ficus macrophylla – die großblättrige Feige mit ihrem mächtigem überirdischen Wurzelwerk wächst und gedeiht hier im Süden Spaniens prächtig. Wir endeckten die beeindruckenden Bäume an vielen Plätzen in Cartagena. Eigentlich stammt diese Pflanzenart aber aus Australien.

Wir wussten nicht, dass hier auch ein Aufzug steht!

Aber so taten wir zumindest ein Bisschen was gegen die Kalorienbomben vom Büffet an Bord.

Wir genossen die wohlverdiente Aussicht auf Cartagena und die AIDAmar im Hafen.

Von hier oben konnte man recht gut erkennen, dass über die ganze Stadt verteilt gegraben wurde. Archäologische Ausgrabungen wohin man blickte, ein Reiseziel sondergleichen für geschichtlich Interessierte. Zu dem Hügel hinter uns wollten wir auch noch hin, wir hatten noch viel Zeit und wollten diese gut nutzen. Wer weiß schon ob und wann man einmal wieder kommt? Mehr Infos und Eintrittskarten zur Festung und zum dazugehörigen Museum gibt es hier:

Unterwegs zur Molinete

Wunderschön ist die Mandelblüte in Spanien, die wollten wir eigentlich mal auf Mallorca erleben.
Im Hintergrund unscharf zu erkennen die Basílica de la Caridad.

Hier wird gut geschützt das Barrio del Foro Romano (Viertel des Forum Romanum) ausgegraben und ausgestellt.

Doch uns interessierten erst einmal die zwei tollen Spielplätze hier auf dem Hügel der archäologischen Parks. Ein wenig Circus Maximus war nun angesagt mit unserer kleinen Maus und die drehte richtig auf wenn sie schon mal so durfte wie sie wollte.

Es war gar nicht so einfach sie dann wieder zum weiterlaufen zu animieren, aber die alte Windmühle, die Molinete, ganz oben am Hügel, bot dann ein wenig Raum um mit Mama Verstecken zu spielen während Papa Fotos machte. Entdeckt Ihr sie? Nicht? Sie ist gut… ;-)

Am Hügel gegenüber dieser Ruine steht eine intakte Windmühle, aber das war uns dann zu weit.

Shopping, Tapas und Churros in Cartagena

Wir hatten jetzt Hunger und Lust auf Shopping. Die Restaurants und Läden in der Altstadt hatten mittlerweile schon längst geöffnet und lockten mit tollen Angeboten. Insbesondere Klamotten für Kinder, auch von bekannten Marken, sind hier in Spanien sehr günstig.

Zur Stärkung gab es verschiedene, sehr leckere Tapas, in einer typischen Tapas-Bar in der Innenstadt. Jedoch war der hoffnungslos von der Ankunft eines Kreuzfahrtschiffes überforderte Service nicht empfehlenswert – daher gibt es hier nur den Link zu den kleinen spanischen Köstlichkeiten und nicht zur Bar.

Auf dem Rückweg zum Hafen konnten wir dann auch einem leckeren Cafe con Leche samt frischen Churros mit heißer Schokolade nicht widerstehen – die sind hier in Spanien einfach ein Muss!

Offiziers-Shaken beim Auslaufen

Zurück auf dem Schiff hatte man auf dem Pooldeck bereits alles zum Offiziers-Shaken beim Auslaufen vorbereitet und die durstigen Gäste standen schon Schlange um sich die vergleichsweise günstigen Cocktails abzuholen. Happy Hour auf der AIDAmar, wenn man so will. In meiner Zeit als DJ für AIDA habe ich diese Veranstaltung oft genug mitmachen müssen und hatte daher wenig Bedarf. Wir machten uns fertig für das Abendessen und durften mit unserem Kleinkind wieder eine halbe Stunde früher ins Büffetrestaurant, was uns sehr entgegenkam.

Sonnenuntergang auf spanisch

Dafür hatten wir dann noch viel Zeit den traumhaften Sonnenuntergang beim Auslaufen aus Cartagena zu beobachten bevor wir erschöpft vom langen Tag in die Koje fielen. Valencia, wir kommen!

Mein Fazit: Cartagena in der spanischen Provinz Murcia besticht mit einer Vielfalt an Ausgrabungen aus der Römerzeit. Über 3000 Jahre Geschichte hat man hier freigelegt und das mitten in der Stadt. Für geschichtlich interessierte Passagiere auf Kreuzfahrt lohnt es sich auf jeden Fall den Besuch vorab gut zu planen, denn alles auf einmal schafft man keinesfalls an einem Tag. Wer lieber genießt ist in der Innenstadt mit den vielen Restaurants und Bars bestens aufgehoben und auch einkaufen kann man sehr gut. Im Hochsommer herrschen außerdem zwischen den hohen Häusern in den engen Gassen noch halbwegs angenehme Temperaturen und die Läden sind allesamt klimatisiert.

Einen Ausflug über die Reederei würde ich hier nur buchen, wenn ich schon mal da war und etwas anderes sehen und erleben will.

Hilfreiche Links zu Cartagena in Murcia, Spanien

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Cadiz in Spanien – 1. interessante Etappe der AIDAmar Familien-Kreuzfahrt

Lissabon in Portugal – 2. faszinierende Etappe der AIDAmar Familien-Kreuzfahrt

Valencia in Spanien – 4. aufregende Etappe der AIDAmar Familien-Kreuzfahrt

Die Sagrada Familia in Barcelona – 5. beeindruckende Etappe der AIDAmar

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About Author

Hier schreibt Daniel Dorfer, der einzige Kreuzfahrt- und Reiseblogger auf dem Kreuzfahrt- und Reiseblog fernwehblog.net. Als hauptberuflicher DJ war er einige Zeit an Bord der AIDA-Flotte auf Kreuzfahrt und reist seither verstärkt durch diese Welt um darüber zu berichten.

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