Gastbeitrag: Jordanien für eine Woche

Gastbeitrag: Jordanien für eine Woche

Gastbeitrag von Autorin Leoni Stern, Reiseverkehrskauffrau aus Berlin

Unsere Reise begann weder am Flughafen Amman noch endete sie dort – wir sind bei unserer Reise auf dem Landweg nach Jordanien eingereist (über die Sheikh Hussein Grenze) und auch wieder ausgereist (Südgrenze von Aqaba nach Eilat). Den Flughafen Amman haben wir also noch nicht kennengelernt.

Der erste Eindruck

Sehr sympathisch. Die Menschen, die Atmosphäre, das gesamte Klima. Ich kenne Ägypten sehr gut und habe von Jordanien eine ähnliche Atmosphäre erwartet was die im Tourismus arbeitende Bevölkerung betrifft (damit meine ich die teilweise aufdringliche Art Trinkgeld zu ergattern). Aber davon keine Spur. Alle Jordanier, die wir getroffen haben waren auf natürliche Art herzlich. Wir hatten nie den Eindruck, dass die Freundlichkeit mit dem Hintergedanken an Geld zu kommen herüberkam. Die Gastfreundschaft uns gegenüber war stets groß. Amman wird als „Die Weiße Hauptstadt“ bezeichnet, da sie angeblich die sauberste Stadt im Nahen Osten ist.

Am Tag eins unserer Jordanienreise, haben wir die Zitadelle von Amman besucht. Dort oben hatten wir dank des guten Wetters eine hervorragende Sicht auf die gesamte Stadt. Da man rundum blicken kann bietet sich wirklich ein richtig tolles 360 Grad Panorama für uns Fotografen. Übrigens: Weitere Fotos und Videos zu unserer Jordanienreise findet Ihr hier auf dieser Seite. Von unserem Hotel „Hotel Amman International“ sind wir rund 15 Minuten bis zur Zitadelle gefahren.

Hotel Amman International

Ein super Hotel, das allen Reiseteilnehmern von uns gefallen hat. Besonders gut wird uns unser schwarzer Tee am Nachmittag mit einem Stück jordanischem Kuchen in der Bar bleiben. Die „Grand Lounge“ ist toll eingerichtet, ein bisschen dunkel und macht irgendwie eine orientalische Atmosphäre. An der Rezeption wurden wir immer gut bedient, herzlich begrüßt und die Zimmer waren gut.

Jordanien-kulinarisch-Fisch

Rundreise

Nachdem wir die Zitadelle besichtigt haben, von wo aus man auch schon nach unten auf das Amphitheater sehen konnte, haben wir dies auch noch besucht. Die Fahrt dorthin ist nur kurz und dauert etwa fünf Minuten bergab.

Eindrucksvoll die Festung Qasr al-Azraq, die nahe der irakischen Grenze liegt. Der berühmte Lawrence von Arabien hatte in dieser Festung sein Hauptquartier. Zusätzlich haben wir noch zwei weitere Wüstenschlösser besichtigt, was dann auch sehr interessant war.

Die Festung von Ajloun (Adschlun) haben wir von Amman aus nach einer knappen Stunde erreicht. Der Weg lohnt sich, weil die Festung so ein richtig tolles Labyrinth ist – viele Gänge und Rundbögen, eine schöne Sicht von der Ferne auf das Schloss und von oben herab eine Wahnsinnsaussicht auf das umliegende Land.

Das Tote Meer ist ja so berühmt für seinen hohen Salzgehalt – ich selbst habe bereits in der zweiten Klasse im Religionsunterricht davon gehört und kann mich bis heute erinnern, wie uns unsere Lehrerin ein Bild gezeigt hat, auf dem Menschen zu sehen waren, die mit einer Zeitung in der Hand auf dem Wasser liegen. Wir haben bei unserem Besuch am Toten Meer in Jordanien ebenfalls ein Bad gewagt. Und nicht umsonst stehen vom Hotel aus Bademeister am Strand, um den Leuten zu zeigen, wie sie in das Wasser hinein gehen sollen. Es ist unbeschreiblich – ein ganz eigenartiges Gefühl, darin zu liegen – (Schwimmen ist nicht möglich!. Jedem, der in Jordanien oder in Israel ist, dem würde ich empfehlen, ein Bad zu nehmen und selbst wenn es nur für einige Minuten ist. Dieses Gefühl wahrnehmen zu können ist ein absolutes Muss – und gesund ist es noch dazu!

Auf dem Weg nach Petra haben wir Halt am Berg Nebo und in Madaba gemacht. Unser Fahrer und unser Reiseleiter waren stets flexibel und hilfsbereit. Selbst als wir einen Krankheitsfall in Petra hatten, wurde voller Geduld die Fahrt ins Krankenhaus auf sich genommen, übersetzt und das Programm verändert.

Zu Petra als DIE Attraktion Jordaniens muss ich nicht viel sagen. Es war schlichtweg toll. Auch hier wieder unser Reiseführer sehr hervorzuheben, weil er gut, deutlich, ausführlich über viele Einzelheiten erzählt aber auch Fragen von uns beantwortet hat. Da inzwischen alle Mitarbeiter mit Handy verbunden sind, war auch unser Fahrer immer sofort an Ort und Stelle, wenn wir von einem Ort zum nächsten wollten. Es war immer nur ein kurzer Anruf vom Reiseleiter zum Fahrer, und schon wurden wir wieder abgeholt.

Jordanien-Petra

Wadi Rum haben wir aufgrund des Zwischenfalls leider verschoben, freuen uns deshalb aber umso mehr auf unsere nächste Reise dorthin. Daran vorbei sind wir auf dem Weg nach Aqaba gefahren, sodass wir schon mal den Beginn des Wadi Rum erahnen konnten. Die rötlichen Felsen wurden am frühen Abend gerade von der Sonne angestrahlt, was uns sehr gereizt hat, den Flusslauf zu besuchen.

Kulinarisches in Jordanien

Während der Reise durch Jordanien habe ich persönlich die besten Falafel gegessen – und ich esse sehr gerne Falafel, empfinde die jordanischen aber als die besten, die ich bisher hatte. Meine Reisebegleiter haben leidenschaftlich gerne Schawarma gegessen, ein arabisches Fleischgericht, das auch als Imbiss im Brot gegessen wird.

Jordanien-kulinarisch

Als abschließender Hinweis: Auch wenn wir Jordanien als ein sicheres Land kennen gelernt haben, empfehlen wir immer vor einer Reise die Hinweise vom Auswärtigen Amt zu prüfen, welche hier zu erreichen ist.

Disclaimer: Dieser Beitrag wurde von Gastautorin Leoni Stern, einer Reiseverkehrskauffrau mit dem Schwerpunkt auf Kulturreisen in Nordafrika, Vorderasien und Naher Osten, verfasst und von mir editiert und mit Links zu Wikipedia versehen. Sämtliche Bilder stammen von der Autorin. Die Veröffentlichung erfolgt in Form einer gegenseitigen Kooperation mit Stern Tours und soll einen kleinen Mehrwert in meinem Reiseblog darstellen.

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