Von Sóller nach Puerto de Sóller auf Mallorca

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Bilder vom Ausflug nach Sóller, von der Wanderung bergab nach Puerto de Sóller und der Rückfahrt bergauf mit der berühmten Tranvia de Sóller.

Nur drei Tage lang hatten wir in unserem Urlaubsort Peguera auf Mallorca einen Mietwagen gebucht. Einer der vorab zuhause geplanten Tagesausflüge sollte uns in das traditionelle Städtchen Sóller in der Serra de Tramuntana, dem Gebirgszug im Westen der Baleareninsel, führen. Im Goldenen Tal liegt dieses spanische Kleinod, hier gedeihen vor allem Obst und Gemüse besonders gut.

Im folgenden Beitrag seht Ihr was Euch dort vor Ort erwartet. Ihr findet wieder viele Bilder und persönliche Eindrücke aus der kleinen mallorquinischen Stadt, von der Wanderung runter zum Hafen und natürlich von der berühmten Straßenbahn, welche hier das absolute touristische Highlight darstellt.

Ankunft in Sóller

Knapp 50 Minuten dauerte die Fahrt auf der gut ausgebauten Straße gen Norden, vorbei an der Ausfahrt Richtung Valldemossa und Banyalbufar. Wir parkten kostenlos etwas außerhalb der Stadt am Straßenrand und machten uns zu Fuß auf den Weg Richtung Stadtzentrum, magnetisch angezogen vom Wahrzeichen der Stadt…

Die Kirche Sant Bartomeu

Die wunderschöne Stadtpfarrkirche Sant Bartomeu (St. Bartholomäus).

Sehenswert: Der barocke Hochaltar in der Kathedrale der Serra de Tramuntana“.

Markttag auf dem Placa de la Constitucio

Es war Samstag und damit Markttag in Sóller – ganz schön was los!

Die Straßenbahn Tranvia de Sóller hatte so ihre Schwierigkeiten durch die Massen von Touristen zu kommen, verschaffte sich jedoch lautstark Platz.

Markttag in Sóller

Regional angebaute Früchte und Obst, Fisch und Fleisch, Käse, Kleidung, Andenken aus Ton, Olivenholz…
Einfach alles was das Touristenherz so begehrt gibt es hier zu kaufen.

Hungrig von all diesen Eindrücken gönnten wir uns eine Pause mit köstlichem spanischen Cerveza und einer Auswahl verschiedener Tapas zum Mittagessen im Cafe Central direkt neben dem großen Platz. Wir hatten viel Platz, das Essen war gut und wurden freundlich bedient.

Die Wanderung Richtung Hafen

Für uns ging es dann zu Fuß weiter bergab, immer dem Streckenverlauf der Tranvia Sóller folgend…

Leider nahmen manche Vollidioten (sorry – ist so!) das allzu sprichwörtlich
und behindern damit nicht nur den Verkehr sondern setzen auch ihre Gesundheit auf’s Spiel.

Die Straßenbahn hat hier einfach immer und überall Vorfahrt – das geht auch nicht anders.

Dem weit gereisten Leser meines Reiseblogs mag die Bauweise der Tranvia jetzt bekannt vorkommen und tatsächlich: Was hier auf den Schienen fährt sind die berühmten Carros Eléctricos de Lisboa, also die Straßenbahnen aus Lissabon in Portugal.

Etwa eine Stunde dauert der weg hinunter in den Hafen der Stadt…

…unterwegs gibt es zumindest in der ersten Hälfte des Weges viel am Straßenrand zu sehen.

Probiert ruhig eine der köstlichen sonnengereiften Orangen als Wegzehrung. Man schmeckt den Unterschied einfach.

Der Wegweiser in die Stadt, zum Hafen und zum Leuchtturm.

Unsere Kleine machte Siesta im Buggy und so kamen wir recht zügig voran, wären da nicht meine unerlässlichen Stopps zum Fotografieren.

Zu Fuß unterwegs erhascht man halt immer wieder tolle Blicke auf den kleinen Zug, welcher fleißig auf und ab rattert.

Ankunft in Port de Sóller

Der Weg hier ist gut ausgebaut, nicht nur für Autos, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer.

Hier wird noch alles von Hand gemacht:
Der Schaffner steigt aus und bedient das Stellwerk an der Weiche.

Dann muss er abwarten bis der Zug vorbei gefahren ist…

…die Fahrgäste entschleunigen gleich mit auf der gemütlichen Fahrt.

Sonderfahrten wie diese mit einer recht alten Tranvia werden speziell für Reisegruppen angeboten.

Wer also vom Kreuzfahrtschiff kommt oder über seinen Reiseveranstalter so eine Tour gebucht hat, darf sich auf ein echtes Highlight freuen und muss auch nicht mit all den anderen Touristen in der Schlange warten.

Der Strand, der kleine Hafen und der Leuchtturm

Am kleinen Strand der Hafenstadt kann man sich entspannt in den Sand legen
und findet hinter der Strandpromenade alles was das Herz begehrt.

Der kleine Leuchtturm am Hafen ist ein beliebtes Fotomotiv.

Ansonsten tummeln sich hier eher kleine Ausflugsboote und Segler, nur wenige Yachten liegen vor Anker.

Eine berechtigte Forderung der Einheimischen: Haltet den Strand sauberer!

Gerade bei Mountainbikern und Rennradfahrern ist der kleine Ort zum Verschnaufen sehr beliebt. Hier heißt es Kraft tanken bevor es die anstrengende Etappe wieder bergauf geht. Viele Radler sind auf Mallorca unterwegs, kein Wunder bei denn alljährlich recht milden Temperaturen – ideale Trainingsbedingungen in traumhafter Kulisse!

Bergauf mit der Tranvia

Für uns ging es nach einem Cafe con Leche und einem kleinen Imbiss wieder mit motorisierter Hilfe bergauf.

Vorbei an Feldern mit Zitrusfrüchten, immer das nahe Gebirge im Hintergrund.

Hier im sonnigen Süden stört sich komischerweise keiner daran, wenn das Fenster des Zuges offen bleibt.

Die erste Haltestelle im Ort ist dann gleich an einer Eisdiele,
aber wir wollten schon noch bis zur Endstation mitfahren.

Ein letzter Blick aus dem Führerstand der kleinen Straßenbahn… Adios!

Ja, sie ist meist sehr gut besucht und es herrscht dichtes Gedränge – gerade in den Sommermonaten. Die Fahrt mit der Tranvia ist aber trotz des stolzen Preises ein unvergessliches Urlaubserlebnis.

Der Rote Blitz von Mallorca

…und dann waren wir schon am Bahnhof von Sóller.

Für viel Fahrgäste ging die Fahrt noch weiter im Tren de Sóller (Roter Blitz) nach Palma de Mallorca. Mehr zu der historischen Straßenbahn und dem Zug in die Inselhauptstadt gibt es auf dieser informativen Webseite:

Must do: Eis essen bei Fet a Sóller

Zum Pflichtprogramm hier zählt es das wirklich hervorragende Helado (Speiseeis) aus eigener Herstellung zu probieren. Rein biologisch, täglich mit frischen Früchten hergestellt ist es ein absoluter Genuss. Und es gibt noch mehr Leckereien im Shop, auch zum online bestellen für zuhause:

Der Blick von der Eisdiele Richtung Placa Constitucio, im Hintergrund das Tramuntana-Gebirge.

Ein letzter Blick noch auf die Kirche und siehe da…

…wir bekamen noch eine kleine folkloristische Einlage geboten, mussten uns aber leider auf den Heimweg machen.

Mein Fazit: Sóller und sein kleiner Hafen bieten alles für einen wunderbaren Tagesausflug, weit ab vom Ballermann und dem Gedränge am vollen Sandstrand der Touristenhochburgen auf  Malle. Ein wenig Mallorca von seiner traditionellen Seite ist hier angesagt und gerade an den Tagen mit Markt ein echtes Erlebnis. Nicht zuletzt die Fahrt mit der Straßenbahn rundet den Tag perfekt ab und sorgt für bleibend schöne Eindrücke von der Lieblingsinsel der Deutschen.

Weitere Informationen zu Sóller auf Mallorca

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About Author

Hier schreibt Daniel Dorfer, der einzige Kreuzfahrt- und Reiseblogger auf dem Kreuzfahrt- und Reiseblog fernwehblog.net. Als hauptberuflicher DJ war er einige Zeit an Bord der AIDA-Flotte auf Kreuzfahrt und reist seither verstärkt durch diese Welt um darüber zu berichten.

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